Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
ich erkenne in jedem andern Lebewesen den göttlichen Odem, der auch mich belebt; ich halte wahr dass "was du andern antust, tust du dir selbst an", oder auch "was du dem geringsten deiner Brüder tust, tust du Gott selbst an."
DAS!!!

Ich glaube, dass Alles mit Grund geschieht. Physikalisch lässt sich das auch sehr leicht belegen und "Murphys Law" bezieht sich ja eigentlich nur nur auf Unfälle, sondern eben darauf, dass, vereinfacht gesagt, Alles genauso geschieht, wie es geschehen muss und es keine andere Möglichkeit gibt (weil alle Faktoren ja genauso sind, wie sie sind).

Ich glaube auch, dass Gott uns Menschen gleichwertig geschaffen hat und wir hier ein grosses Team darstellen.

Aber als Atheist, mit der recht typischen Neigung zum INdiviualismus, was spricht dagegen, den persönlichen Vorteil zu maximieren, vor allem, wenn man davon ausgeht, es ungestraft und unerkannt tun zu können?
Habe ich nie verstanden....

Frage an die Atheisten:

Ginge ich davon aus, wir wären nichts weiter, als Materieklumpen, zufällige Chemie, nicht anders, als ein Stein oder ein Fluss... so sähe ich nicht den geringsten Grund, mich zurückzuhalten.

Ich meine, ich habe sehr viel grössere Kräfte bekommen, als die meisten Menschen, körperlich und geistig, und könnte diese problemlos zu meinem Vorteil nutzen. Das EINZIGE, was dagegen spricht, ist der Glaube, dass es "böse" ist, so zu handeln.

Wer behauptet: "Der einzige Grund des Lebens ist es, sich fortzupflanzen" der rechtfertigt und befürwortet nämlich implizit Vergewaltigungen. Wäre es der einzige Sinn meines Lebens, meine Gene weiterzugeben, so müsste ich meine körperliche Überlegenheit nutzen, um möglichst viele Kinder zu zeugen und das geht am Leichtesten, wenn man das Gegenüber einfach vergewaltigt.

Ist der Sinn des Lebens, meine Erhaltung? So müsste ich andere ausrauben.. .wäre ja ein Leichtes. Einfach abstechen und Kohle einstecken. Einfach irgendwo einsteigen, die Leute abknallen, weibliche Einwohner im geschlechtsreifen Alter womöglich lediglich vergewaltigen und alle materiellen Güter mitnehmen, zu meinem persönlichen Vorteil.

Wenn ich nur ein Materieklumpen bin, und du nur ein Materieklumpen bist, und dein Leben nichts weiter ist, als ein chemischer Vorgang, gerade so, wie ein Feuer lodert, wieso sollte ich dann nicht aufs Feuer pissen und dich töten?

Moral ist dann sowieso nur Einbildung, quasi ein Artefakt, ein komischer Nebeneffekt bestimmter Gene, die das Fortbestehen der Art über dem Individuum bevorzugen. Aber das ist dann ja auch einfach chemischer Zufall und nicht weiter wichtig, weil eh nichts "wichtig" ist und "wichtig" überhaupt nur ein zufälliger chemischer Vorgang des Gehirnes ist und die ganze Sprache und alle Gedanken lediglich chemische Vorgänge sind und keine tiefere, keine wahrhaftige Bedeutung haben, die über den blossen Vorgang hinaus gehen.