Die meiste Biologie findet in Elektronenhüllen statt - Atome verbinden sich, trennen sich, werden zu Ionen, Wasserstoffbrücken werden gebildet etc - Elektronen SIND subatomare Teilchen.
So wie "ich gehe jetzt aus dem Haus, damit ich den Zug erwische, der in einer halben Stunde fährt"?"rückwärts laufende" entwicklung (wirkung vor ursache) usw.
"Wirkung vor Ursache" ist bei Lebewesen üblich, häufig und völlig normal.
Doch, mir scheint, genau solche Dinge sind lebensweltlich sehr oft zu beobachten. nicht das Erscheinen eines Schwarzen Lochs im Küchentisch, sondern genau diese Prinzipien, die die Quantenwelt auszeichnen, zeichnen auch die Welt von Lebewesen aus.nichts von dem ist lebensweltlich beobachtbar/erfahrbar.
Mir scheint, da mangle es gelegentlich daran, Prinzipien von einer konkreten Situation auf die andere transferieren zu können.
Auch die Quantenenbene hat ihre Ordnung.die welt hat auf "menschenebene" (molekulare ebene würde schon reichen) immer noch eine - wenigstens halbwegs - klare ordnung.
So wie Newton ein Spezialfall von Einstein ist (was nach Einstein bei sehr geringen Geschwindigkeiten geschieht), so ist wohl die Makroebene ein Spezialfall der Quantentheorie (also wenn viele Quantenpartikel sich verbinden zu einer grösseren Einheit)du könntest dir nicht mal die schuhe zubinden, wenn die "makroebene" auch nur teilweise nach den gesetzen der quantenmechanik ablaufen würde.
Wahr ist aber auch, dass der Prozess, auf einem Menu im Restaurant ein Gericht zu wählen (und viele analoge menschliche Aktivitäten), sehr viel mehr Ähnlichkeiten hat mit dem Kollabieren der Wellenfunktion der Quantentheorie als irgend etwas aus der klassischen Physik.
Immerhin öffnet es eine Piste, wo ein tatsächlicher freier Wille zumindest denkbar ist. Man kann statt "Zufall" durchaus "Entscheidung" sagen, ohne an der physikalischen Realität etwas zu ändern.nr. 1 ist eine quanten-angelegenheit - und deren auswirkung auf die makroebene... na ja...
Dass (verrücktes?) menschliches Verhalten eben sehr ähnlich ist wie das Verhalten von "verrückten" Miniteilchen.was ist da bei der quantenmechanik und den "verrückten" mini-teilchen tatsächlich anders?
Ausserdem gibt es aktuell noch viele Fragen der Biologie, die mit herkömmlichen Mitteln nicht gelöst werden konnten; besonders was das Wachstum von Lebewesen betrifft, wie da die Steuerungen genau funktionieren.
Man weiss ja, dass vieles zB über Gradienten von Hormonen geschieht - doch wie weiss die hormonproduzierende Zelle, wie viel Hormone genug sind, nicht zuviel, nicht zu wenig? Wie kommt es, dass Nasen selten 30 cm lang sind und Finger selten nur 2 cm lang? Dass Knorpelflächen genau die komplexe Form kriegen, die sie haben müssen, damit das Gelenk funktioniert?
man sollte der Quantentheorie doch zumindest mal eine Chance geben, ihre Werkzeuge zu versuchen. Falls dann nichts rauskommt, kann man immer noch sagen, Pech, es ist nichts rausgekommen.





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