Würde ich so sofort unterschrieben! (Immer wieder interessant, wie ähnlich manche Erlebnisse/Erkenntnisse sind, auch wenn man aus ganz unterschiedlichen Ecken des Sandkastens ins BJJ kommt
. Das habe ich so bis jetzt wirklich nur im Crosssparring und BJJ erlebt...)
Müdigkeit ist für Dich ein Grund, nicht mehr zu trainieren?
Durch hartes Training wirst Du schnell wieder wach, muss ja nicht unbedingt ein Koordinationstraining sein. So ein paar Sätze Liegestützen dauern höchstens ein paar Minuten. Beispielsweise könntest Du auch einfach jedes Mal, wenn Du durch Türrahmen gehst, kurz 5 Liegestützen machen, das dauert keine 10 Sekunden.
Das zeigt häufig, wie konzentriert und fokussiert Menschen beim Training sind - wobei es weniger ums Schwitzen als um die Anstrengung geht.
Das Gleiche sehe ich auch im Training ständig, wenn es an die „einfachen“ und „stumpfen“ Aufgaben wie (Technik-)Bahnen laufen, Schattenarbeit oder Techniktraining vor dem Spiegel u.Ä. geht. Die Gruppe, die es einfach irgendwie macht, vor sich hin wurstelt, an andere Dinge denkt und einfach nur darauf wartet, bis die Zeit vorbei ist, ist danach noch frisch und tiefenentspannt, wird allerdings aus irgendeinem Grund auch nicht besser... Die Gruppe, die die Übung ernst nimmt, sich konzentriert und wirklich fokussiert, ist danach verschwitzt und man merkt ihr die Anstrengung an. Sogar gezieltes Atmen kann anstrengend/erschöpfend sein, wenn man sich wirklich darauf konzentriert.
Hast Du nur vor "besser trainieren zu lernen" oder auch besser zu trainieren?
Einfach mal gefragt - vielleicht hilft es Dir auch Deinen Fortschritt festzuhalten und ich will ja nicht immer der böse böse Spielverderber sein, der Dein Weltbild im Bezug auf Knie- und Ellenbogentechniken, besseres Training und Ähnliches in Stücke schlägt:
Was genau hast Du in den letzten 6 Tagen geschafft?
Wie hast Du Deine Kompetenz oder Deine Fähigkeiten aktiv (bevorzugt messbar) verbessert - also den praktischen und nicht den theoretischen Teil?
Glaubst Du, dass Dich das aufs BJJ Training vorbereitet hat oder Dir dort irgendwie helfen wird? Falls ja, wieso und hast Du bereits eine BJJ Einheit gesehen oder sogar am eigenen Körper erlebt?
Welche Progression hat sich bis jetzt eingestellt? Wo bist Du gestartet und wo stehst Du jetzt?
Was sind Deine Grundvoraussetzungen? Denn wenn ein Spaziergang für Dich ein Training darstellt, stellt sich mir die Frage, ob es nicht beinahe pathologische Züge annimmt und Du ganz andere Probleme als das Training hast, die erst einmal geklärt werden sollten? (Falls die Einkäufe natürlich bedeuten, dass Du einen Rucksack voll 25kg-Scheiben und in jeder Hand zwei große Kisten Wasser hattest, die Du über Kilometer nachhause geschleppt hast, entschuldige ich mich.)
Ich habe es schon oft geschrieben, aber weil es so wichtig ist, mache ich es noch einmal:
Manche Dinge muss man verstehen, um sie machen zu können und manche Dinge muss man machen, um sie verstehen zu können.
Beispielsweise kannst Du noch so viel über Wettkämpfe und den damit verbundenen Stress lesen, bevor Du nicht selbst in der Position warst, wirst Du es nicht verstehen können! Auch bringt Dir das beste Verständnis einer Technik (als Trainierender) nichts, wenn Du es nicht umsetzen kannst und (was auch sehr oft vorkommt) Deine eigenen Fehler nicht einmal bewusst wahrnimmst. (Deshalb gibt es Trainer; wie oft habe ich schon gehört „Ja ja, weiß ich doch.... Nein, (den Fehler) mach ich nicht... Oh, stimmt, jetzt, wenn ich das Video sehe, stimmt, mach ich falsch...“. Du wirst nur besser, wenn Du Dir Feedback holst, egal auf welcher Ebene (Trainer, Video, Trainingstagebuch,...) nur darfst Du Dich dann auch nicht auf bequeme und theoretische Szenarien verlassen... Wenn ich einen Klimmzug mehr schaffe als letztes Mal, dann habe ich es unter neutralen bis negativen Bedingungen getestet, wenn ich allerdings am kooperativen Partner einen gefährlichen Ellenbogen ganz ohne Kraft einsetzen kann und der sicherlich vielleicht Wirkung gezeigt hätte, bedeutet das nichts...
(Ich hoffe wirklich, dass Du Dir meinen letzten Post zu Gemüte geführt hast und er vielleicht sogar etwas gebracht/geholfen hat.Ich will Dir nichts Böses und Du findest viel Hilfreiches in meinen Posts, wenn Du sie vielleicht mit etwas Abstand noch einmal liest, allerdings muss man manchmal andere Anfänger davor schützen, auf solche „Tipps“ und Weisheiten hereinzufallen, da sie es selbst nicht besser wissen (können). Abgesehen davon hatte ich wirklich kurz die Hoffnung, mein Spiel zu verbessern und evtl. etwas aus dem WT lernen/testen zu können.)
Erst einmal hast Du ihr verdammt viel voraus, Du hast angefangen, nicht nur Theorien aufgestellt und Du scheinst es durchzuziehen. Wenn Du so weiter machst, wird es auch was mit den Klimmzügen!
Hier und hier hast Du einfach mal eine Standardprogression bei Klimmzügen, Du müsstest hier im Forum auch genug Material dazu finden /e: - z.B. das großartige eBook von Period. Dazu ggf. noch mit statischem Halten arbeiten! Falls Du die Möglichkeit hast, mit Bändern unterstützen (insbesondere, wenn Du schwerer bist) usw. Bei Plateaus habe ich gute Erfahrungen mit stark erhöhtem, über den Tag verteilten, Volumen gemacht. Beispielsweise jedes Mal, wenn Du unter einem Türrahmen durchgehst, machst Du auf jeder Seite einen halben Klimmzug und eine negative Wiederholung. Spezifische Tipps und Dein Training betreuen, kann leider nur Dein Trainer oder eine Person, die Dich und Deine Probleme kennt.
Kann ein bisschen dauern, einfach nicht unterkriegen lassen. Eine unserer Damen konnte vor 1,5 Jahren noch keinen einzigen Klimmzug und hat letztes Jahr über das Jahr verteilt 10.000 Klimmzüge im Alltag gemacht. Klingt nach viel, ist es auch, aber wenn Du es über das Jahr auf jeweils 5-10 Klimmzüge zwischendurch verteilst, gar nicht mal so schwer, Du musst es nur machen.
LG





! (Immer wieder interessant, wie ähnlich manche Erlebnisse/Erkenntnisse sind, auch wenn man aus ganz unterschiedlichen Ecken des Sandkastens ins BJJ kommt
. Das habe ich so bis jetzt wirklich nur im Crosssparring und BJJ erlebt...)
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