Liebe Discipula, ich fasse für mich mal zusammen.
Der unwahrscheinliche Fall ist eingetroffen und du befindest dich in einer realen, ernsthaften, gefährlichen Situation. Kein Ausweg, dein WT ist die einzige Option, die dir jetzt noch weiterhelfen kann. Dafür hast du seit 10 Jahren WT trainiert, und natürlich auch weil dir WT Spaß macht, du nette Leute im Training triffst ...
Da stimme ich dir zu, es geht um Tod oder Leben, physische und psychische Verletzungen und / oder Folgen. Du willst überleben.
Kein Problem für Disci. Du glaubst, in dieser Situation helfen dir deine antrainierten Automatismen und reflexartigen Reaktionen, die du mit ein mal Training pro Woche erworben hast ( es wäre für dich eventuell hilfreich, dich mit dem Thema neuronales Lernen zu beschäftigen ) .
Deine Streßreaktion kommt erst nachher, du bleibst ruhig, cool und fokussiert - während der Gefahrsituation wirst du praktisch zu Dexter.
Schmerzen oder die unmittelbare Bedrohung überfordern dich nicht. Treffer stören dich nicht ( soll das heißen, du kannst doch einstecken ? ) . Du verwandelst dich bei Gefahr nicht nur zu Dexter, sondern ebenso in eine einschüchternde, trainierte Kämpferin.
Hoffentlich hat der Angreifer keine Ahnung von Low - Kicks. Aber hey, man darf ja mal Glück haben im Leben. Was nützen mir perfekte Skills und super Attribute, wenn das Glück nicht im richtigen Moment auf meiner Seite ist.
Fall der Gegner doch Ahnung hat von Kicks, mußt du dir auch keine Sorgen machen, den im WT braucht man deiner Ansicht nach keine Nehmerqualität. In deiner WT - Schule übt man Vermeiden und Verhindern, du kannst dem Kick mühelos ausweichen .
Obwohl du sauer und konzentriert bist, beindruckt das alles deinen Gegner nicht. Er gehört anscheinend zu den wenigen, die dir etwas entgegensetzen wollen.
Wieso hast denn jetzt doch ein Problem, wenn der Angreifer es ernst meint? Und wieso glaubst du, er greift dich nur an, wenn du ihm vorher persönlich etwas getan hast? Er könnte einen sehr schlechten Tag haben und du bist zur falschen Zeit am richtigen Ort. Oder du triggerst ihn durch irgendetwas an dir und deswegen geht es jetzt ab. Manche Menschen sind affektgesteuert.
Was ist für dich eine improvisierte Waffe - eine Flasche, ein Aschenbecher, ein Stein, ein Schlüssel, ein Kugelschreiber ? Hoffentlich liegen diese improvisierten Waffen auch in deiner Reichweite, oder besser noch, du hast die Waffe schon in der Hand.
Ich persönlich finde es nicht einfach , von der Waffenanwendung auf waffenlos zu übertragen. Und noch viel schwieriger ist für mich die Übertragung von waffenlosen Vorgehensweisen auf die Waffe . Gerade wenn ich nicht geübt bin im Umgang mit der entsprechenden Waffe.
Eine Flasche würde ich anders einsetzen als einen Aschenbecher, und eine improvisierte Stichwaffe finde ich komplett different in der Anwendung als Flasche oder einen Stein.
Eine Waffe kann im Ernstfall ein Equalizer sein, oder dir einen Vorteil verschaffen. Aber ich finde, man sollte mit der Waffe auch einigermaßen geübt sein. Ich denke, du trainierst nicht mit Waffen, oder habe ich das falsch in Erinnerung? Und falls ich mit einer zufälligen improvisierten Waffe besser im Ernstfall wäre, als mit der waffenlosen KK, die ich seit 10 Jahren trainiere, würde mir das sehr zu denken geben.
Bei Waffen sollte man vielleicht auch so etwas bedenken : eine Waffe kann man dir abnehmen, und dann gegen dich einsetzen. Mit einer Waffe setzt du das Bedrohungspotential für deinen Gegner hoch, sobald er die Waffe bemerkt, muß er kompromissloser und härter gegen dich vorgehen.
Grüße,
Keva






. Du glaubst, in dieser Situation helfen dir deine antrainierten Automatismen und reflexartigen Reaktionen, die du mit ein mal Training pro Woche erworben hast ( es wäre für dich eventuell hilfreich, dich mit dem Thema neuronales Lernen zu beschäftigen ) .
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? Und wieso glaubst du, er greift dich nur an, wenn du ihm vorher persönlich etwas getan hast? Er könnte einen sehr schlechten Tag haben und du bist zur falschen Zeit am richtigen Ort. Oder du triggerst ihn durch irgendetwas an dir und deswegen geht es jetzt ab. Manche Menschen sind affektgesteuert.
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