Zitat Zitat von Denderan Marajain Beitrag anzeigen
Ich persönlich bin kein Fan vom Military Light Boxing kenne aber den Trainer sehr gut denn er macht auch die Wettkampfvorbereitung und ja er ist gut
(Für mich wäre es wohl nichts, doch an sich finde ich das Konzept des „Military Light Boxing“ als Sport/Spiel durchaus nicht verkehrt und dürfte (qualitativ) vermutlich weit über dem durchschnittlichen Fitnessboxen - und sogar dem ‚LC Boxing‘ - liegen.
Ganz offen gesprochen, würde ich das Angebot als Dienstsport sogar sofort annehmen und es würde sicherlich auch Spaß machen, da hat (vermutlich) ein Presseteam nur krampfhaft versucht mehr aus simplem Sport zur Ertüchtigung zu machen und an anderen Stellen (mMn) maßlos übertrieben, während der Sport definitiv auch gewisse Attribute schult und sicherlich auch einen gewissen Übertrag bringt. Eigentlich hat in dem Artikel nur noch gefehlt, dass man auch vom Crossfit einen direkten (kämpferischen) Übertrag in den Einsatz generiert...)

Die Kompetenz des Trainers wollte/würde ich auch nicht bestreiten - für mich liegt das am Presseteam (obwohl mich schon sehr interessieren würde, ob er das auch so sieht oder (wie ich) für möglichst werbende Aussagen hält, die ein gewisses Bild - fernab der Realität - vermitteln sollen, während die „Realität“ schlicht zu simpel wäre ). Bei seinem Namen klingelt was bei mir (sehr laut) und das ist meistens ein gutes Zeichen, deshalb zitiere ich noch mal die mMn entscheidende Passagen:

Zitat Zitat von Narexis Beitrag anzeigen
[Ich] vermute einfach mal ganz dreist, dass da eine Aussage - eines Mannes, der versteht, wovon er spricht und den ich keinesfalls für einen schlechten Trainer oder Boxer halte - komplett aus dem Kontext gerissen wurde...
[...]
Ich hab einfach das Gefühl, dass man die Aussagen eines kompetenten Trainers aus dem Kontext gerissen hat und versucht das alltägliche Sportprogramm wichtiger zu verkaufen, als es eigentlich ist und künstlich einen Übertrag erzeugen will.
Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
Wir hatten mal eine, die beim "ausweichen" mit dem Kopf volles Rohr gegen den Hüftknochen des Partners "ausgewichen" ist und sich so fast selber KO gerannt hat
Seit ich mitbekommen habe, wie jemand fast im Waschbecken ertrunken wäre, ein anderer Sportler sich beim Stehen einen Bänderriss zugezogen hat und sich einer der Jungs im Trainingslager (im Schlaf) den Backenzahn gespalten und den Kiefer gebrochen hat, bin ich da auch etwas skeptisch . Dann gibt’s noch die Fraktion, die sich was gebrochen hat, als sie sich selbst (beim Bahnenlaufen oder der Schattenarbeit) das eigene Knie ins Gesicht gerammt hat, sich die Aufwärtshaken selbst verpasst hat, beim Treten höher tritt, als sie könnte und das eigene Standbein sie nicht mehr hält (inkl. Steißbeinverletzung) und die Person, die es geschafft hat, sich mit dem (an der Wand montierten) Schlagpolster selbst anzuklingeln oder die drei mit Analthrombosen beim Kraftzirkel... Das ist nur die Spitze des Eisbergs...

Dass jemand sich die Pratzen ins Gesicht rammt oder bei Partnerübungen falsch reagiert, in einen Schlag läuft oder mal was (unbeabsichtigt) abbekommt, ist dagegen schon eher die Regel und überrascht mich persönlich nicht mehr .

Also de facto keinerlei Verletzungsrisiko!

Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
Da braucht es einen Kampf für?
Das merke ich schon beim Sparring
Kommt auf den Verein an. Ich hab tatsächlich schon „LK Wettkämpfer“ erlebt, die im eigenen Verein und Training nur ganz leicht angetippt wurden und dann komplett überrascht (und überfordert) waren, als eine Härte akzeptiert wurde, die weit über der gewohnten lag und trotzdem noch voll im Rahmen war...

Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht.
Aber wo du Recht hast... Den Arm strecken und aus dem Ellenbogen zu arbeiten, macht sie ja aber auch erst seit über zehn Jahren...
Deshalb und da es bereits vom Regelwerk her verboten ist, aggressiv zu kämpfen (usw.) würde mir das tatsächlich sehr zu denken geben... Schon „echte“ Boxer sind reihenweise mit Druck und einem Gegner, der nur nach vorne marschiert, überfordert und müssen daran gewöhnt werden, wie Disci dann wohl reagieren würde, wenn man wirklich jemand Druck aufbaut und einem die Luft zum Atmen nimmt... (Es ist teilweise schon beeindruckend, wenn man sieht, wie die andere Person gerade psychisch regelrecht zusammenbricht und das schon durch kleinere Spielereien.) Was passiert erst, wenn jemand mal wirklich die Distanz ausnutzt oder mal wirklich hart oder schnell schlägt...

Das erklärt auch, wie sie so schnell „gut“ sein kann...

Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
Ist doch super, wenn es gefällt.
Hat halt nur nicht viel mit Boxen zu tun; und das sollte man schon berücksichtigen.
+1.
Zitat Zitat von hand-werker Beitrag anzeigen
Naja, beim Fitnessboxen arbeitet man meines Wissens nach wenigstens mit der korrekten Schlagmechanik, von daher würde einem das wohl sogar mehr bringen.
Echt? „Gutes“ Fitnessboxen hab ich nur dann erlebt, wenn es von einem Boxer angeleitet wurde, im Boxclub stattfand - wobei da auch schon oft nicht wirklich genau auf die Ausführung geachtet wurde und sehr viele Fehler toleriert wurden - und der Großteil, den ich erlebt habe (insbesondere in Fitnessstudios oder „Kursen“), hat bestenfalls mal ein paar Wochen eine Einführung genossen. Ging eher in die Richtung: Fuchtel einfach irgendwie rum, Hauptsache anstrengend und fühl Dich stark, denn Du hast geboxt.
Das ging so weit, dass man mehrfach versucht hat, an meiner Technik rumzuwursteln („die Schulter ist viel zu weit oben, da verkrampft nur alles und man verdeckt dabei das Kinn“, „Kopf aufrechter“, „bleib stabil stehen und dreh den hinteren Fuß nicht ein“, „Rücken aufrechter und die Schultern nicht vor die Hüfte“, „Du stehst zu breit“ (usw.)) und mir manchmal sogar ins Gesicht gesagt hat, dass ich doch überhaupt keine Ahnung hätte - meinte immer nur, dass ich auf eigene Verantwortung so weiterschlagen werde, ich einfach in der letzten Reihe mich etwas bewegen wolle - und schließlich die Person hier die Boxerin bzw. der Boxer sei. (Man hab ich es genossen, als es dann hieß, man dürfe mal auf die Kissen schlagen. Die arroganten Gesichter werde ich so bald nicht mehr vergessen, als ich dann mal zeigen sollte, was ich so könne, wenn ich es doch „auf eigene Verantwortung“ trainieren und ihren Rat ignorieren wolle . Die hatten noch nie jemandem die Pratzen gehalten, der nicht nur tätschelt .)
Warum ich mich dazu überreden lassen habe oder dachte, es könne ein abwechslungsreicheres Programm sein, als mein Solotraining, frage ich mich bis heute jedes Mal danach...

LG

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