Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
Als du damit anfingst, ging es aber nicht um Details und Nuancen, sondern um zu Gehen, Richtungen zu wechseln - und dabei zu schlagen.
doch doch, das krieg ich schon hin, wenn ich erst mal Beine und Arme sortiert bekomme.


Das hat nichts mit Talent zu tun; Beharrlichkeit ist kein Talent.
Beharrlichkeit ist Arbeit. Disziplin. Selbstmotivation. Zähne zusammenbeißen und Ar$chbacken zusammenkneifen. Wille.
natürlich ist das ein Talent. Es gibt nun mal Leute, die können so gut wie alles erreichen, indem sie Arschbacken zusammenkneifen und ihren Willen aktivieren, relativ egal, worum es sich handelt. Auch wie viel Willenskraft man hat, ist etwas, das einem grösstenteils einfach gegeben ist und das man nicht leicht ändern kann.

Gegen innere Widerstände "einfach machen" - kann ich nicht, konnte ich noch nie. Versuch ich auch nicht mehr, weil es sich nicht lohnt, viel Anstrengung, null Ergebnis. Wenn ich Ergebnisse will, dann klappt es nur, wenn keine innern Widerstände dagegen sind.

Genauso wie Faulheit auch kein Talent ist.
Wenn ich so in meiner näheren Umgebung gucke, erspart mir meine Faulheit immerhin das, was mir aktuell Volkskrankheit Nummer eins scheint unter der arbeitenden Bevölkerung, was wäre "ständige Erschöpfung und Überarbeitung mit Tendenz zu Burnout"

ansonsten... wäre ich gern etwas naturfleissiger. Bin ich aber leider nicht. ist leider so.

Aber ich hab inzwischen meine Workarounds für vieles gefunden und komme klar.


Beharrlichkeit ist in den Ar$sch getretene Faulheit.
in meinem Leben ist Beharrlichkeit die Erinnerung daran, was ich tatsächlich will - was dann auch hilft, die Schwelle zum Handeln zu überschreiten.

Tritte jeglicher Art motivieren mich nur dazu, mit dem Tretenden anfangen zu streiten. Ja kann ich auch in und mit mir selbst so machen. ^^


Ich verstehe noch immer nicht, warum regelmäßiges mehrmaliges Training in der Woche für dich einem Wettrennen entspricht.
tut es doch nicht.

Ich mag mir nur keinen Druck machen lassen von wegen "das muss schneller gehen, mehr Leistung, mehr dies, mehr das". nein, muss nicht.

ich find's nach wie vor völlig in Ordnung, dass ich drei Mal wöchentlich rennen gehe - und das erst mal, und auch weiterhin, ohne Ehrgeiz, das Tempo zu steigern. Es reicht mir im Moment, das einfach drei Mal wöchentlich zu tun, und die Strecke von A - Z rennend zurückzulegen, nicht gehend. Das ist das, was jetzt geht, und jeglicher Druck, von wegen schneller, würde mich höchstens dazu bringen, es gar nicht mehr zu tun - weil schneller krieg ich's jetzt gerade nicht hin, also lohnt es sich gar nicht zu versuchen (wäre dann der Gedankengang). Also meide ich dise Situation und finde: rennen ist besser als gar nicht rennen, schnell rennen kommt vielleicht auch mal, aber nicht jetzt.

Oder deiner ist massiv unterdurchschnittlich.
Fleissig sein ist tatsächlich nicht meine Stärke. ich bewundere alle, die das so locker können.

ich brauche entweder viel Anlauf, oder viel Routine. Viel Routine klappt ganz gut, wenn ich mir sage "am Montag is timmer XY-.Training um sechs Uhr", dann kann ich mich so einstellen, dass ich dann einfach gehe, und gut ist.

Ob John da "Talent" *hust*, Eifer und Lernwilligkeit mitbringt - das sind die Sachen, auf die es ankommt.
Ach, Geiz hilft auch. Sport ist so teuer, da hab ich keinen Bock, mir den Unterricht durch mangelnde Aufmerksamkeit oder mangelnde Konzentration selbst zu verderben. Ich will schon was kriegen für mein Geld. Und dafür muss ich logischerweise meinen Teil beitragen.

den Seelenfrieden, den repetitive Drills vermitteln können, hab ich auch noch nicht so lang her entdeckt. und dass Zählen auch sehr hilfreich ist. ("ich mach 20 Widerholungen von XY")

nun, so übers Ganze gesehen, kriege ich schon eine passable Imitation von Eifer zustande, muss ich sagen.