Ja, bin ich. Ich freue mich über jeden Input. (Freut mich (wirklich), dass Dir das Training gefällt, das ist doch das Wichtigste. Ein etwas realitätsnäherer Blick wäre natürlich auch wünschenswert, aber vermutlich wirst Du auch damit nicht wirklich auf die Schnauze fliegen.)
Du bist seit 10 Jahren im WT und Deiner Meinung nach entspricht die Leistung weit mehr als 2-3 Jahren „durchschnittlichem“ Training. Wenn ich das voraussetze und Deine Probleme und Schilderungen betrachte und mit meiner Erfahrung in sämtlichen Sportarten vergleiche, müsste das ganz anders klingen/aussehen. Sogar in dem Alter und mit den Voraussetzungen. Die Kombination gab es immer nur dann, wenn man es auch im „eigenen“ Sport nicht konnte und bei Deinen Schilderungen dürfte das für Dich wohl nicht gelten. So gesehen ist Boxen bzw. das, was von Dir verlangt wird, ein koodinativer Rückschritt in den Anforderungen. Ganz überspitzt formuliert, musst Du zwei Arten von Schlägen (Gerade und Haken) und Dich parallel vorwärts, rückwärts und seitwärts bewegen können. Die Trefferzonen sind ebenfalls weit geringer (in der Anzahl) und Du musst Dir über viel weniger Gedanken machen und viel weniger berücksichtigen. Du erzählst und erklärst doch immer, was man im WT alles darf, übt und macht, was im Boxen nicht drankommt. Wenn ich es (bspw.) gewohnt bin unten zu treten, mich zu bewegen und parallel oben zu schlagen, stellt es für gewöhnlich nicht deutlich größere Probleme dar, wenn man die Tritte weglässt... Wenn ich es einfach machen will, isoliere ich Elemente und reduziere die Ansprüche, doch genau diese eigentliche Reduktion führt bei Dir zu Problemen. (Du müsstest es gewohnt sein, unten was anderes zu machen als oben und auch gleichzeitig unterschiedliche Details zu beachten, nenn es von mir aus Multitasking.)
Das Problem ist auch nicht, dass es nicht so gut ist wie beim Rest oder bei „talentierteren“ Anfängern, sondern dass es anscheinend so ziemlich keinen Übertrag an Bewegungsqualität usw. gibt.
Als verständlicheres Beispiel: Ich hatte mal einen Anfänger, der davor 9 Jahre geturnt und 3 Jahre Football gespielt hat. Die Qualität der Bewegungen, das Körpergefühl und bspw. die Beinarbeit waren von der ersten Sekunde an besser als bei jedem „blutigen“ Anfänger. Der hat noch nie was in die Richtung gemacht und schlussendlich konnte er sich am Ende der Einheit soweit unbeschwert bewegen, dass er anfangen konnte, oben zu arbeiten, ohne sich noch auf den Unterkörper konzentrieren zu müssen, um nicht über die eigenen Beine zu stolpern. Es ist nicht perfekt, aber es ist soweit in Ordnung, dass es schon „einigermaßen“ unbewusst abläuft und jetzt noch eingeschliffen wird und man sich zwar manchmal noch darauf konzentrieren muss, es allerdings nicht zu nennenswerten Problemen führt. Dieser Prozess dauert bei den meisten Anfängern mit Vorkenntnis in irgendwelchen Sportarten, die etwas mit Bewegung zu tun haben, meistens 1-4 Einheiten, dann können sie sich auf anderes konzentrieren. Ich habe noch keinen einzigen Anfänger erlebt, der auch noch bereits mit „Kämpfen“ in irgendeiner Form in Kontakt kam, der nach 4 Monaten oder mehr als 10 Einheiten noch Probleme damit hatte. Das gilt auch für den 50. jährigen Karateka.
Nein, bekommen sie sicherlich nicht, aber auch nach 4 Monaten? Hab ich nie erlebt. Ok, die Leute, die ich aus den Bereichen kenne, sind auch daran interessiert, es zu lernen und nicht es einfach mal zu probieren oder zu schauen, was von alleine kommt.
Eine der ersten Übungen, die man jedem Anfänger an der Klarinette, Querflöte, Sax (usw.) mitgibt, ist es zu lernen, die Finger schnell, unabhängig voneinander und gezielt zu bewegen und bis das läuft, vergehen schon mal ein paar Wochen. Ich vermute einfach mal, dass das auch bei Streichinstrumenten nicht anders aussieht und alleine durch diese Kleinigkeit, die übersprungen werden kann, dürfte es schon viel schneller gehen. Dazu kommen noch all die Befähigungen, die erst einmal unabhängig vom Instrument sind (ich nenne es einfach mal persönliche Kompetenzen). Der Pianist sollte wirklich keine Probleme damit haben, die Hände unterschiedlich zu bewegen oder für die Griffe die Finger einzeln zu bewegen und positionieren - und auch der Violinist dürfte nicht auf einmal Probleme damit haben, die Noten zu lesen oder ständig aus dem Takt kommen...
Abgesehen davon Ist der Umstieg in zwei schlagenden Systemen auch nie mit dem Umstieg eines Violinisten auf die Trompete zu vergleichen, sondern eher mit dem eines Klarinettisten auf ein Saxophon (oder umgekehrt, wenn man den „schwereren“ Weg gehen will). Wenn man dann nicht bereits an der Klarinette eine Pfeife war oder ein komplett falsches Selbstbild hat, muss da ein gewaltiger Übertrag vorhanden sein. Was denkst Du passiert, wenn ein Basketballer oder Fußballer zum Handball geht? Der wird vermutlich auch nicht über seine eigenen Beine stolpern.
Das mag für Dich jetzt komisch klingen, aber wenn man nach (zu dem damaligen Zeitpunkt irgendwas mit) 5-8 Jahren täglichem Spielen, von mind. 1-3h, ein artverwandtes Instrument „lernen“ muss, beschränkt es sich Großteils (in meinem Fall) auf den Ansatz und Justierung der Finger bzw. einfach möglichst viele Wdh. rein zu bekommen. Ich spiele dann für gewöhnlich erst einmal (vermutlich mind. 100x) chromatische Tonleitern über den gesamten Umfang des Instruments, werde dabei immer schneller, bis das läuft und widme mich dann (falls vorhanden) den Registern, die ich nur durch gezieltes Überblasen erreichen kann (und ggf. bestimmten Details). Dadurch erreicht man ziemlich schnell ein "akzeptables" Ergebnis, wenn man ein Bild im Kopf hat, wo es hingehen soll und das entsprechende Gehör (oder Gerät/Partner). (Ok, beim Sopraninosaxophon hab ich mir damals stellenweise sicherheitshalber noch einmal die Noten darüber geschrieben.) Das ist keine besondere Leistung, man muss nur die Fähigkeiten erworben haben, die man übertragen will und das ist die eigentliche langwierige Arbeit - die allerdings jeder schaffen kann - und wenn man sie tatsächlich erworben hat (und es sich nicht nur einredet), kann man sie auch übertragen.
Um mal ein kurzes Bild zu vermitteln: Nach 8 oder 9 Jahren Klarinette hab ich mich dem Altsax. gewidmet, ein mit dem Umstieg einhergehendes Angebot angenommen (inkl. ganz klaren Anforderungen und Leistungsüberprüfungen) und war nach ca. 6 Monaten technisch auf „demselben“ Stand wie an der Klarinette, konnte vom "Vorrecht" auf einen Platz Gebrauch machen und der Umstieg aufs Bari hat noch einmal weit kürzer gedauert - wenn ich mich hier auf die „Basis“ beschränke, da ich bis zum Ende an der „Perfektion“ gearbeitet habe und zu Beginn mind. ein halbes Jahr nur am Klag, Ansatz usw. gezielt gearbeitet habe, getestet habe, was wie klingt, welches Mundstück ich wann spiele und welche Blätter (falls hier ein Saxophonist mitlesen sollte, es ist eine Erfahrung, mal dieses Blatt auszuprobieren, sehr coole Angelegenheit und wenn man es dann bspw. mit einem geschlossenen Stahlmundstück von Berg Larsen kombiniert (z. B. 110/0SMS) ist das ein schwer zu beschreibendes (und sehr lautes) Erlebnis, damit kann man auch mal dem Blech Druck machen), wie viele Ganztöne ich gezielt über den Ansatz steuern kann und bei welchen Tönen ich wie über den Ansatz nachjustieren muss, um das Instrument auszugleichen. Da spielt man dann aber auch nicht 1x pro Woche 1,5h, sonst hätte es wohl Jahre gebraucht. Ich wusste, dass kurz nach meinem Umstieg aufs Bari ein Konzert ansteht und habe auf der Arbeitsphase, bei der ich Umgestiegen bin bzw. gebeten wurde, es doch an mich zu reißen, neben den regulären 3x3h Proben noch 2h geprobt, um das Instrument kennenzulernen und das natürlich mit sämtlichen damit einhergehenden Problemen des (zu) intensiven Probens. Hätte besser laufen/sein können, hat allerdings dafür gesorgt, dass die Kritik in Ordnung war und danach konnte ich dann mal langsam schauen, wie ich von dem Standardmundstück wegkomme und ob es nicht bessere Blätter gibt, wo ich bei warmen Klängen noch einen Viertelton hochgehen muss, wie weit bei harten runter, wie fest ich die neue Klappe eigentlich drücken muss usw. Also bei weitem nicht auf dem Niveau, auf dem ich bei dem Konzert das Alt hätte spielen können, aber trotzdem mit einem gewaltigen übertrag, auch wenn ich die erste Zeit damit verbracht habe, die tiefen Töne stabil und solide anzuspielen und danach anschleifen zu können.
Ich bin wirklich alles andere als ein Ausnahmetalent oder irgendwie überdurchschnittlich - egal ob als Sportler/Kämpfer oder Musiker, wenn ich mich nach den Jahren Pause überhaupt noch so nennen darf - nur kommt man auch als „durchschnittlicher“ Mensch ziemlich weit, wenn man mehr Blut, Schweiß und Tränen investiert, als der Rest. Es ist beispielsweise nicht ungewöhnlich, dass ein Rentner nach 50 Jahren täglichem und gezieltem Üben in der Musik echt gut ist. Genauso sieht es im Sport aus, wenn jemand nicht nach 3-4 Jahren abspringt, sondern 3-4x pro Woche das Training über 10 Jahre durchzieht. Ich habe alleine in der Schulzeit über ein Jahrzehnt täglich mehrere Stunden (oft in den Schul- oder Mittagspausen und Hohlstunden) gespielt, hatte immer Zugriff auf mehrere (fremde) Instrumente und hatte immer ein Mundstück, sowie Blätter, am Körper, hab auch mal in der Bahn (lautlos) geübt (oder unauffällig für den Sport trainiert) und hatte mind. 2x pro Woche noch „Termine“ oder Proben. (Es kommt nur darauf an, wie man seine Zeit nutzt, wobei ich bis heute ziemlich froh darüber bin, dass ich für eine sehr gute schulische Leistung nicht mehr machen musste, als anwesend zu sein und bei den Erklärungen aufzupassen; vielleicht ist ja das mein „Talent“ und das hat mir mein soziales Leben und die "jugendlichen" Aktivitäten/Feiern gerettet
.) Es gab halt nur eine bestimmte Anzahl an Plätzen in den Bands und wer zu schlecht war, durfte wieder gehen oder ist erst gar nicht durchs Vorspiel gekommen. Deshalb hat man sich ja irgendwann das „Ventil“ gesucht, um Spaß zu haben und nicht immer nur an der Perfektion zu arbeiten. Ich hab als Aushilfe auf Konzertreisen oder als Backgroundmusiker entspannt, wenn das Niveau unter dem gewohnten/gewöhnten war, manche der Ausnahmetalente haben in „meiner“ Hauptband oder Combo entspannt, da die auch noch mal unter bspw. dem BuJazzO oder der SWR-BigBand war/ist - Du kannst Dir nicht mal vorstellen, was man alles auf sich nimmt, wenn man dann angeboten bekommt, bei einem zwei Stücken dort auszuhelfen und was das für ein Kampf ist, während sie dabei vermutlich sogar entspannen und das Niveau für mich gesenkt wurde. (Genau an diesem Punkt haben wir dann auch wieder den Übertrag und bspw. Andi könnte jederzeit umsteigen und würde vermutlich innerhalb von einem halben Jahr am neuen Instrument improvisieren können, wie die meisten nach 10 Jahren noch nicht... Nicht weil er technisch in dieser Zeit so gut wäre - naja, vermutlich schon - sondern weil seine ganze Erfahrung Wände einreißt...) Da sind all die Arbeitsphasen oder die intensiven Proben, um auf den letzten Drücker noch ein komplett neues Set einzustudieren (usw.) nicht eingerechnet. (Das ist auch das Problem, das keiner sieht, was da wirklich investiert wurde. Die Leute bekommen nur mit, dass es ein „bombastisches Konzert“ war und während man auf der Bühne auch wirklich seinen Spaß hatte, hat keiner mitbekommen, dass wir die Stücke und Noten erstmalig vor 5 Tagen gesehen haben und deshalb täglich (neben Schule usw.) von 15.00 Uhr bis 22.30 Uhr geprobt haben und die letzte Probe 2h vor dem Konzert hatten... Vielleicht mal unterbrochen von 2 Raucherpausen.) Ich vermute einfach mal, dass Du nicht weißt, wie viel man irgendwann für Lehrer zahlt, die einen noch nennenswert weiterbringen können bzw. was man überhaupt für die Proben auf sich nimmt oder Spezialisten in ihrem Fach sind. In meiner Schule wurde Musik sehr stark gefördert und uns viel ermöglicht, da kam es schon mal vor, dass der Drummer im Klassenzimmer saß und auf seinem Schoß was geübt hat, man mal zwei Wochen gefehlt hat, um in Griechenland einen Workshop mitzunehmen und die Klausuren nachgeschrieben hat oder ich meine Wiederholungen am Instrument unter dem Tisch gesammelt habe. Ich habe es mehr als einmal erlebt, dass dem neuen Sax. gesagt wurde, dass er jetzt 3-4 Monate Zeit hat, Querflöte und Klarinette zu lernen und wie er das macht, hat keinen interessiert, es musste halt laufen oder er war weg. Wenn man es dann noch freiwillig gemacht hat und Spaß daran hatte, hat meine Erfahrung gezeigt, dass das dann noch viel schneller geht. (Wer Boxen/MT wirklich lernen will - was mitunter einer der Gründe ist, warum ich die Personen, die mit dem Bewegen Probleme haben bzw. bei denen ich mich nicht überzeugt habe, dass es läuft, ausschließlich das Bewegen vor dem Spiegel üben lasse, bis das läuft (und evtl. einen Schlag) - nimmt auch mal die Mühe auf sich und übt es außerhalb des Trainings. Es ist natürlich jedem selbst überlassen, ob er als Anfänger gerne 8 Einheiten vor dem Spiegel steht oder ob er z. B. zuhause, in der Bahn, im leeren Büro usw. übt und ab der zweiten Einheit ins Gruppentraining einsteigen darf.)
Wäre ich nicht nur bestenfalls durchschnittlich, hätte ich mich wohl nicht gegen eine „Karriere“ in der Musik entschieden, während beispielsweise einer der begnadetsten Trompeter, die ich je kennenlernen durfte, bereits 5 Jahre, nachdem er das erste Mal in seinem Leben mit der Musik (als Musiker) in Berührung gekommen ist und in der Schule die Trompete gelernt hat, bereits national und teilweise international bekannt war, in NYC und Köln promoviert hat oder hätte wie viele andere zumindest mein Instrument studiert, mich der Berufsmusik gewidmet oder (was auch manche geschafft haben) von den selbstgegründeten Bands oder dem Musikunterricht zu leben.
Es gibt Menschen, die nicht nur Anforderungen oder Ansprüche an sich stellen, sondern auch versuchen, ihnen gerecht zu werden...
Das ist also keine Hochleistungsgeschichte, sondern so ziemlich der absolute Normalfall, wenn man es mit einer Person zu tun hat, die die Sache ernst nimmt und bei denen erkennt man den Übertrag für gewöhnlich besser als bei Hans. Hans spielt 1x pro Woche Blockflöte und das über 3 Jahre. Wenn Hans jetzt auf die Querflöte umsteigt, kann es schon vorkommen, dass Hans nicht vom Übertrag nennenswert profitiert und wieder 2,5 Jahre benötigt, um an der Querflöte seinen alten Stand zu erreichen. Das sieht bei Günni schon besser aus. Günni hat 3-4x pro Woche über 3 Jahre gespielt - und so sollte es bspw. bei Dir auch laufen - und Günni braucht nur 1,5 Jahre - wobei Großteils (bildlich gesprochen) der Mittelteil wegfällt. Bei Manni erkennt man den Übertrag am deutlichsten. Manni spielt auch seit 3 Jahren, allerdings täglich und das länger als Günni. Manni braucht nur 6 Monate, um dabei auch noch weit mehr Leistung aufzuholen als Günni. Günni, Manni und Hans haben allerdings gemeinsam, dass sie alle weniger Zeit dafür gebraucht haben und bei Günni und Manni zeigt sich bereits in der Anfangszeit, dass sie Schorsch, der begonnen hat Querflöte (als erstes Instrument) zu spielen, ziemlich schnell abhängen...
Was glaubst Du wohl, hat mich der „Umstieg“ vom MT ins olympische Boxen gekostet? Ins TKD vermutlich länger, da die Unterschiede größer waren und doch wurde mir direkt gesagt, dass der einzige Grund, warum ich zu diesem Zeitpunkt nur im Wettkampftraining mit den Leuten aus Leistungsklasse 1 trainieren durfte, schlicht war, dass ich die Formen nicht konnte. Im BJJ bin ich technisch immer noch eine Niete (und mit der Trainingszeit werde ich das auch noch lange bleiben) doch profitiere ich gewaltig von den koordinativen Fähigkeiten, dem Körpergefühl und der Bewegungsqualität. Wenn mir jemand sagt, dass ich meinen Druck wenige Zentimeter weiter auf ihn verlagern, gleichzeitig das linke Schlüsselbein nach unten drücken, die Hüfte vom Boden heben - ohne den Schwerpunkt zu verändern - und gegen den Uhrzeigersinn laufen soll, muss ich da nicht noch groß nachdenken. Das ist sogar der Übertrag in eine komplett fremde Sportart, die eigentlich nichts mit meiner zu tun hat. Koordinationsleitern sind auch ziemlich blöd, aber ich hab sogar nach Jahren der Abstinenz, die kurze Zeit im Feldhockey gemerkt und konnte mich ganz bald ausschließlich auf die anderen Teile der Aufgabe konzentrieren, da der Übertrag vorhanden war und meine Beine gemacht haben, was sie sollten.
Du könntest einfach aufhören, irgendwelche Beispiele oder Vergleiche an den Haaren herbeizuziehen und dabei immer ein Gebiet anzuschneiden, bei dem ich "Hochleistungsgeschichten" aus eigener Erfahrung liefern kann und vermutlich "etwas" mehr Wissen (hart) erarbeitet habe bzw. musste...
(Das war's jetzt aber mit der Musik und mir. Kurz gesagt: Ich bin im besten Falle durchschnittlich und es sind keine Hochleistungsgeschichten, sondern lediglich eine Menge harte Arbeit, viel Übung und Erfahrung - wobei die Erfahrung sich schlicht anbietet, um möglichst klare/deutliche Beispiele zu liefern; ich habe vermutlich mehr Musiker "umsteigen" gesehen oder erlebt, wie sie was "Neues" erlernt haben, als andere überhaupt Musiker kennen. Dazu gab es für mich immer gnadenlose und ehrliche Kritik, die mir immer wieder genau meinen Standpunkt klargemacht hat und nicht einmal zugelassen hat, dass man irgendwelchen Wunschvorstellungen verfällt. Ich weiß also von mir ziemlich genau, was übertragen werden konnte, weil es vorhanden war und (was bei anderen Personen gerne mal der Fall ist) man sich schön eingeredet hat und nicht übertragen werden konnte, da es nie vorhanden war - kann ich Intervalle erkennen und hören, heißt das nicht, dass ich auch Melodien hören kann, da ich mich ganz anderen Werkzeugen bediene und nur zu demselben Ergebnis komme, wenn ich es aufschreibe.)
Klar, nur Du bist die Ausnahme und strotzt nur so vor krimineller Energie...
Nur ist die Masse nicht „schwerelos“ und die sich nach oben (oder unten) bewegende Masse muss auch noch irgendwie nach hinten beschleunigt werden. Man schnippst eine 100kg Kugel nicht mal eben an, wenn sie runterfällt und sie fliegt durch den Raum.
Komm, das kannst Du doch nicht ernst meinen... Was denkst Du denn, warum man springen muss und was da generell für Kräfte wirken, warum Du sogar wieder nach unten kommst fällst und nicht irgendwann von der Decke gestoppt wirst? Dass Du eine Art der Schwerelosigkeit erreichst, braucht „etwas“ mehr... Es fühlt sich evtl. für Dich wie Schwerelosigkeit an, Du bist es jedoch nicht. Dasselbe Spiel beim Tauchen - hab ich mir sagen lassen- da ist es wohl auch nicht „mühelos“ möglich, eine schwerere Person einfach mal meterweit zurückzuschieben. (Da ich nur 1x getaucht bin, bitte ggf. korrigieren, Erfahrung fehlt.)
Dass ich dir echt noch erklären muss, wie es gemeint war und wieso ich da differenziert hab... (Naja, zumindest sind wir jetzt gemeinsam unfähig
.) Da brauch ich wohl wieder die Presslufttröte....
Bei meiner Angst vor dem ATK und der Tollpatschigkeit könnte es durchaus passieren, dass ich so blöd falle, dass ich mich an dir abstützen muss und da evtl. zu viel Schwung dabei ist; ob ich wohl noch rechtzeitig die Hände aufbekomme?.
Mimimi, Du verstehst das Konzept nicht. Wer den kompletten Raum - oder die Toilettenkabine - bis in den letzten Zentimeter ausfüllt, wird nicht mehr so leicht überrascht.
Ausreden. Ob es fettfreie Muskelmasse oder muskelfreie Fettmasse ist, ist schriftlich nur ein kleiner Unterschied.
LG
Vom Tablet gesendet.






. Genauso sieht es im Sport aus, wenn jemand nicht nach 3-4 Jahren abspringt, sondern 3-4x pro Woche das Training über 10 Jahre durchzieht. Ich habe alleine in der Schulzeit über ein Jahrzehnt täglich mehrere Stunden (oft in den Schul- oder Mittagspausen und Hohlstunden) gespielt, hatte immer Zugriff auf mehrere (fremde) Instrumente und hatte immer ein Mundstück, sowie Blätter, am Körper, hab auch mal in der Bahn (lautlos) geübt (oder unauffällig für den Sport trainiert) und hatte mind. 2x pro Woche noch „Termine“ oder Proben. (Es kommt nur darauf an, wie man seine Zeit nutzt, wobei ich bis heute ziemlich froh darüber bin, dass ich für eine sehr gute schulische Leistung nicht mehr machen musste, als anwesend zu sein und bei den Erklärungen aufzupassen; vielleicht ist ja das mein „Talent“ und das hat mir mein soziales Leben und die "jugendlichen" Aktivitäten/Feiern gerettet
... (Naja, zumindest sind wir jetzt gemeinsam unfähig
.) Da brauch ich wohl wieder die Presslufttröte....
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