Zitat Zitat von Wong F. Beitrag anzeigen
Wo bleibt das Qi? Du hast zwei Vorgänge, die sich naturwissenschaftlich erklären lassen, mit Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Qi in Verbindung gebracht – ohne irgendeinen Anhaltspunkt, dass dort QI am Werk ist. M.a.W. du bezeichnest einen Vorgang, denn man gut und gerne auch anders beschreiben könnte, mit dem Etikett „Qi vorhanden“ oder „zu wenig Qi vorhanden“. Das ist nur ein anderer Name für den gleichen Vorgang und macht nicht Qi zu einer realen Größe.
Eigentlich wollte ich ja mich ja bei dem Thema möglichst "duckes" halten. Da ich selbst noch kein "Qi-Erlebnis" hatte und nicht an die "objektive Realität" von Qi glaube. Wohl aber an die Effekte ausgelöst durch körperliche und geistige Prozesse (die Trennung gefällt mir nicht, das Gehirn zählt auch zum Körper - aber der Sprachgebrauch...).

Allerdings fehlt mir noch ein Aspekt. - Autosuggestion.

Im Prinzip kann man wohl sagen, für das Gehirn ist real, was es wahrnimmt (und Funktion formt das Organ).
Das Ganze wird durch diverse Vorgänge des Bewusstseins gefiltert (mal unzulässig versimpelt).

Wenn sich nun jemand, der das "Qi-Modell" verinnerlicht hat, in den Garten setzt und sich mit "universellem-Qi" auflädt, macht er im Prinzip das gleiche (zumindest aus meiner Sicht), wie ein Autosuggestions-Praktiker, der in hypnotischer Trance beim Atmen (vorgestellte) Energie aufnimmt.

Auch das Ergebnis ist vmtl. sehr ähnlich. Beide dürften sich danach wieder erfrischt und leistungsfähig fühlen. Ob das jetzt gesund und sinnvoll ist, ist nochmal eine andere Frage (es gibt im allgemeinen Gründe warum man sich erschöpft fühlt).

Die Frage ist, was für einen selbst relevant ist. Das Ergebnis oder der Weg.

Für mich ist der Weg nicht das Ziel, sondern das Ergebnis.

Von daher ist es aus meiner Sicht völlig "Latte", ob da nun objektiv Qi aufgenommen wurde oder nicht. Hauptsache ich fühle mich wieder "leistungsfähig" und wohl.

Beide Modelle sind in sich logisch, geschlossen und ermöglichen Vorhersagen (z.B. auf das Training, Gesundheit u.s.w.). - So what?

Probleme gibt es doch erst wenn man verschiedene Modelle miteinander mischt.
Für die Übung und den Effekt ist übrigens m.M.n. nicht der theoretische Hintergrund entscheidend, sondern das was dabei heraus kommt.
Für jemanden der Autosuggestion betreibt ist das Qi-Modell übrigens ein sehr praktikables Bild, eine gut nutzbare Vorstellung.

Der "Qi-Nutzer" könnte ja, falls ich das richtig im Kopf habe anführen, dass das Qi der Aufmerksamkeit
(Idee, Bild, Vorstellung) folgt. Der Autosuggestions-Praktiker also ohne es zu wissen "Energie-Arbeit" betreibt.

Vorgänge analog zu beschreiben ist m.A.n. übrigens nicht mischen.

So, das waren meine 5 Cent.

Liebe Grüße
DatOlli