Was ist denn schwer „rauszubekommen“?
Bodhidharma scheint zumindest existiert zu haben, siehe Shahar:
Shaolin selbst spielte immer wieder eine Rolle in den zivilen Kampfkünsten und ihren Gründungsmythen (5 Ancesters etc.). Die Symbolik findet man auch überall.In the course of the twentieth century, Bodhidharma has been the subject of intense scholarly research. Chinese, Japanese, and Western scholars usually accept the historicity of this Indian (or, according to an- other version, Persian) missionary, who arrived in China around 480 and propagated the Dharma in the Luoyang region until ca. 520. However, schol- ars are skeptical as to Bodhidharma’s role in the Chan School (which emerged at least a century after his death).
Das Zurückführen auf einen „Gründungsvater“ hat eine lange Tradition in China, da man so, nach konfuzianischen Denken, eine Familie kreiert, in deren Linie man steht. Gerade für Rumtreiber in den KK eine extrem wichtige Geschichte, wenn sie so in den „Schoß“ einer neuen Gemeinschaft aufgenommen werden konnten (Social aid etc.).
Zu sagen „Bodhidharma“ hat nichts mit den Kampfkünsten zu tun ist extrem kurzsichtig, da er überall auftaucht. Mal direkt, mal indirekt.
Auch Karatelehrer zitieren gerne „seinen“ (die Bücher stammen ja wohl nicht von ihm) „Sehnentransformationsklassiker“ oder die „Knochenmarkswaschung“.
Die Rolle „des Bodhidharma“ ist extrem wichtig zu verstehen wenn es um den historischen Kontext der TCMA geht und damit natürlich auch um die chinesischen Wurzeln des Karate.
Nebenbei, guck dir mal an wie weit Shaolin vom Chen-Dorf weg ist und wie die Verbindungen dieser Region zu den diversen Sekten Nordchinas ist...






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