Einbildung ist auch eine Bildung, wie man so schön sagt. Woher willst du das denn wissen? Und deine Mitstreiterin D. hat doch wohl auch einiges an "Erfahrung", jedenfalls kann sie viele schöne Geschichten erzählen.
Ich bin allerdings schon vor 30 Jahren zu homöopathischen Kinderärzten gelatscht, habe Bücher gekauft und selbst alles mögliche ausprobiert, und mir tatsächlich auch eingebildet dass es hilft. Man bildet sich das ein, weil man will, dass es hilft, glaubt an die Anekdoten und führt jede scheinbare Besserung auf die tolle Homöopathie zurück. Wie oft hat man dieses Kratzen im Hals, denkt, jetzt muss man schnell vorbeugend dieses Mittelchen nehmen, und wenn es besser wurde und man hat keine dicke Erkältung bekommen, denkt man na super, hat gewirkt, Homöopathie ist ne super Sache! Nur, wenn es nicht geholfen hat (was ca. 50% der Fälle ausmachte) dann lag es daran dass man es "zu spät" genommen hat, dass man morgens die falsche Zahnpasta benutzt hat, oder o Schreck, frevelhafterweise Kaffee getrunken hat, was ja bekanntlich jedwede Wirkung zunichte macht, oder aus sonst irgendeinem idiotischen Grund. Auf die Idee dass es tatsächlich nicht hilft weil es gar nicht helfen kann, kommt man dann irgendwie nicht.
Aber aufgrund dieser "praktischen Erfahrung" baut man dann seine Argumentation auf, man sieht das bei dieser Diskussion ja sehr deutlich.
Und dann kommen noch diese pseudowissenschaftlichen Erklärungen, mit Quanten, Photonen und was sonst noch für Quark.
Nein, die Erfahrung, wenn man wirklich ehrlich ist, lehrt, Homöopathie hilft einfach nicht, und zwar weil es nicht wirken kann, aufgrund eines mangelnden Wirkstoffes oder sonstigen Wirkmechanismus, den sich manche versuchen aufgrund ihrer eingebildeten Erfahrungen herbei zu fantasieren.





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