Zitat Zitat von Raven Blacksky Beitrag anzeigen
Ja, aber in der Praxis gibt es nicht selten Abweichungen. Und praktische Überprüfung ist nicht vorgeschrieben, von der Amtsärztin in Husum zum Beispiel wird sie aber verlangt. Zumindest solange bis jemand dagegen klagt. Ist genauso wie mit der FernUni Hagen. Personen, die eine berufliche Aufstiegsfortbildung abgeschlossen haben, haben auch die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, egal ob sie vorher eine Berufsausbildung abgeschlossen haben oder nicht. Die FernUni meint, das man nur von einer Aufstiegsfortbildung sprechen kann, wenn vorher eine Berufsausbildung abgeschlossen wurde. Von der Logik her richtig, rechtlich aber falsch und im Falle einer Klage kann das richtig teuer werden, weil hier geltendes Recht missachtet wird.


Sektorale HP-Zulassungen sind häufig an berufliche Grundvoraussetzungen geknüpft, im Gegensatz zur "Vollzulassung".

https://memole.de/ausbildung-zur-sek...heilpraktiker/

https://www.dbl-ev.de/service/meldun...ete-logopaede/

https://freieheilpraktiker.com/verba...er-zulassungen

https://www.bed-ev.de/artikel/artikel.aspx?id=1751

Ich bin der Meinung, das man der HP-Beruf nicht verbieten sollten, aber die Ausbildung regelt, ihn ausdrücklich für alle Berufe bzw für alle, die die Prüfung bestehen, offen hält und weitere Behandlungs- und Therapieverbote erlässt.

Na klar, wenn man die Frösche fragt, dann sind die auch der Meinung, man sollte den Sumpf nicht austrocknen.

Ich will dich wirklich nicht persönlich anmachen, aber du sprichst selber so ganz selbstverständlich von Angebot und Nachfrage. Und so sollte das in der medizinischen Versorgung von Menschen nicht laufen, besonders dann nicht, wenn Bedürfnisse gezielt geweckt werden, statt einer Notwendigkeit zu folgen.

Was ich von dir lese, das ist der typische Heilpraktikerjargon. X ist Esoterik, das biete ich nicht an, dafür das (was ebenfalls Esoterik ist).

Der Punkt ist, Heilpraktiker sind nicht entsprechend ausgebildet, um die Konsequenzen ihres Tuns oder Nicht-Tuns überhaupt abschätzen zu können. Um das klar zu sagen, jede Krankenschwester ist fundierter ausgebildet, kann weit mehr und darf weit weniger.

Die "Prüfung" ist ein Witz auf VHS-Niveau und dass da viele Anwärter durchfallen, spricht nicht für die Qualität der Prüfung, sondern für die Qualität der Anwärter. Ich habe eine Freundin, die (als Biologiestudentin) die Prüfung ohne jede Vorbereitung aus Spaß aml gekreuzt hat.... und bestanden hat. Die sind ja im Netz einzusehen....

Der Punkt ist aber nicht nur,

- fehlende geregelte Ausbildung
- überhaupt keine Pflicht zur Ausbildung
- keine Weiterentwicklung aus sich selbst heraus, als einzige Vertreter im Gesundheitswesen wohlgemerkt
- keinerlei praktische Erfahrung erforderlich, um Patienten zu behandeln. (als Heilpraktiker absolviert man einen Test und darf dann eine Praxis eröffnen, ohne jemals einen Patienten auch nur aus der Ferne gesehen zu haben)

Sondern, wir befinden uns in einer globalen Gesundheitskrise. Studenten bieten scharenweise ihre Hilfe an, Physiotherapeuten, Psychologen bieten Unterstützung an. Alle im Gesundheitswesen wollen helfen. Die einzige "Berufs"gruppe, von der absolut nichts kommt, das sind die Heilpraktiker. Ausgerechnet die, die nicht müde werden, sich im Prinzip als die bessere Alternative zum Arzt darzustellen ist plötzlich erstaunlich still. Über 40.000 Heilpraktiker in Deutschland. Ich würde die alle dienstverpflichten, als Pflegehelfer auf den Normalstationen, um die Pflegekräfte zu entlasten. Einige der Pflegekräfte könnte man dann vllt auf die Intensivstationen ziehen, wo sie dringend gebraucht werden.

Wie gesagt, ich will dich nicht anmachen, wozu auch? Aber die guten Leute, die werden erst gar nicht Heilpraktiker.