Heutzutage trägt hoffentlich niemand mehr alt-japanische Rüstungen...
Es gibt koryu ryuha, die zwischen Rüstungstechniken und Techniken des "Bloßfechten" unterscheiden. Macht für mich keinen Sinn, da alles, was an Waffentechnik gegen eine Rüstung funktioniert, auch gegen Ungeschützte funktioniert. Kleinere Anpassungen, wie von Ryoma beschrieben, sehe ich dabei nicht als Technik-Unterschied.
Soweit mir bekannt, kam in Japan erst das Grappling auf, danach wurden Tritte und Schläge hinzugefügt, eben mit dem Argument, dass auf eine Rüstung schlagen wenig bringt. Und auch im Grappling sehe ich eher kleinere Variationen als groß neue Techniken: Ob ich nun jemandem den Halsschutz in die Kehle drücke oder meine Hand ist jetzt nicht der große Unterschied. Jemanden zu Boden werfen ist auch mit und ohne Rüstung gleich. Danach kommt wahrscheinlich sowieso eine Waffe zum Einsatz.
Man muss immer sehen, dass in einem echten Kampf viel Stress besteht. Es macht daher aus meiner Sicht Sinn, einen eher kleinen, in möglichst vielen Situationen wirkungsvollen Technik-Katalog zu erlernen, als "Spezialtechniken" für jeden Einzelfall.






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