Es hat nie jemand bestritten, dass Schulen einen Schwerpunkt haben. Jedoch darf der Schwerpunkt nicht dazu führen, dass andere Teile dadurch "schwach" werden. Sofern man natürlich über wahre Sôgô-bujutsu spricht.

Es gibt durchaus Schulen, welche ihren Curriculum so verändert haben, dass sie eben nicht mehr als "allumfassend" gelten können. Und ab der Genroku-Epoche bis tief ins 18. Jahrhundert hinein, entstanden etliche Schulen, welche nur noch einen ganz spezifischen Teil lehrten und deswegen bereits damals von Zeitgenossen kritisiert wurden (Stichwort Kahô-kenpô).

Was die Beschreibung zur Tatsumi-ryû angeht: Es wird erklärt, dass das Langschwert die zentrale Waffe ist (wie bei vielen Sôgô-bujutsu, auch bei uns z.B.). Und um andere Waffen zu besiegen, muss man diese zwingend ebenfalls studieren. Und natürlich die Prinzipien des Schwertes auf diese Waffen übertragen.
Wenn ich das lese, ergibt sich für mich daraus nicht automatisch, dass andere Teile vernachlässigt werden.