Ich hatte mehrfach geschrieben, dass meine Kritik alle Extremisten einschließt.
Wenn du übrigens glaubst, dass du beim Boxen oder MMA einen typischen Querschnitt der Gesellschaft triffst, da liegst du aber mit meiner Meinung weit auseinander.
Die Leute sind doch dort nicht überwiegend zufällig da - die haben sich das gezielt ausgesucht.
Das zentrale Problem ist ja nicht mal, dass die "normalen" Leute dort den Gewalttätern und Extremisten zugeneigt sein könnten - sondern das die diese nicht ablehnen.
Bereits eine neutrale Haltung ist hier ne Katastrophe.
Fakt ist für mich eines: Du wirst lange nach einen Box/MMA Verein suchen müssen, der von sich behauptet, mit Gewalttätern und Extremisten kein Problem zu haben.
Üblicherweise tut man empört bei so einer Frage und versichert, niemals mit solchen Leuten trainieren zu wollen.
Also, man trainiert schon mit denen, aber nur um aus denen bessere Menschen zu machen. Bla Blub.
Die 2. Gruppe von solchen Vereinen ist nach meiner Ansicht nach auch noch stark vertreten:
Die ist mit Empörung deutlich zurückhaltender, setzt mehr so auf Neutralität.
Rassisten und Gewalttäter dürfen dort trainieren, weil man selbst auf liberal macht. Man ist sozusagen so sehr Menschenfreund,
dass diese schier endlose Liebe auch Rassisten und Gewalttäter einschließt. Das Gym wird zu einem unpolitischem Raum erklärt,
wo man ganz liberal seine rassistischen Parolen zeigen und verbreiten darf.
In der kleinsten (und aus meiner Sicht unbedeutendsten) Gruppe hängt dann die Kutte offen am Haken oder das Sonnenrad an der Wand.
Und all diese 3 Gruppen haben eines gemeinsam:
Sie finden Mittel und Wege, um Gewalttätern oder Rassisten den Zugang zu ermöglichen.
Das wird teilweise kommerzielle Gründe haben, stellenweise wird aber auch deren Ideologie/Weltanschauung auf offene Ohren stoßen.
Eine saubere, harte Kante fahren wohl die Wenigsten. Klare Verhältnisse (Führungszeugnis) und daraus resultierende klare Regeln (Hausverbot)
werden mehrheitlich abgelehnt - unter zu Hilfenahme von Nebenkriegsschauplätzen. Führungszeugnissen kann man angeblich nicht vertrauen,
der eigene Bauch ist deutlich objektiver. Und bietet nebenbei den erforderlichen Spielraum, um sich jeder Verantwortung entziehen zu können.
Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, dass aus meiner Sicht die Vereine, wo das Sonnenrad auf dem Bauch und an der Wand klebt, das kleinere
Übel sind. Hochgefährlich sind die Clubs, wo Gewalttäter und Extremisten Seite an Seite mit "Normalos" trainieren.
Das verwässert die Ablehnung, die Abgrenzung und bagatellisiert deren Taten oder menschenverachtende Weltanschauung.
Und ist für Kids/Jugendliche eine furchtbare Botschaft.






