Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
Zitat Zitat von Aiki5O+ Beitrag anzeigen
Das hängt natürlich auch mit der Frage zusammen, was denn eigentlich das Übungsziel ist. Grundsätzlich versuche ich weniger Erfahrene weder zu langweilen noch zu überfordern, was ich mir umgekehrt auch von meinen fortgeschrittenen Partnern und Lehrern wünsche und in der Regel auch so erfahren habe, sonst würde mir das Üben ja auch keinen Spaß machen.
Bei diesen Sätzen stehe ich irgendwie auf dem Schlauch: Ich übe, "um aikidô" zu lernen. Oder konkreter, um das zu üben, was ein Lehrer zeigt. Oder, in meinem eigenen Unterricht, um bestimmte Aspekte oder "Themen" zu üben, die für mich gerde dran sind.
Ich glaube, ich habe noch nie darüber nachgedacht, ob das was ich da tue, meinen Partner langweilt. Und wenn ich meinen Partner überfordern sollte, passe ich mein Verhalten halt so an, daß der damit besser umgehen kann. Ich glaube, ich habe noch nie etwas getan oder unterlassen, weil das Üben sonst keinen Spaß machen würde.
Offen gesagt, hat mir das Üben sehr, sehr häufig ganz und gar keinen Spaß gemacht ... ich habe es häufig und über viele Jahre eher als Arbeit empfunden ... wirklich "Spaß" ist erst in den letzten Jahren hinzu gekommen.
Lautet nicht die 3. von Ueshibas 6 ursprünglichen Dojo-Regeln "Das Üben soll in einer fröhlichen Atmosphäre stattfinden" oder "3. Training should always be conducted in a pleasant and joyful atmosphere."?

"Langweilen" war vielleicht missverständlich. Zuerst wollte ich "unterfordern" schreiben.
Die Balance zwischen Unter- und Überforderung zu finden ist ja eine ganz allgemeine Anforderung zur Motivation und Lernfortschritten:

Quelle: Wikipedia-Artikel zu "Flow"

Beispielsweise gab es in meinem Dojo eine Zeit lang die Tendenz, dass Fortgeschrittene Anfänger (auch jüngere und körperlich fitte) übervorsichtig geworfen haben, so dass sie gemütlich rückwärts rollen konnten und so Fortschritte beim Ukemi erschwerten, was dann sogar mal von meinem Lehrer kritisiert wurde.