Die 6 Dojo-Regeln sind natürlich historisch und in keiner Weise bindend. Für mein Dojo kenne ich keinerlei schriftlich festgelegte Regeln. Das schließt ja nicht aus, dass die Regeln auch heute in angepasster Form ihren Sinn für Aikido-Dojos machen und gelebt werden. Man könnte sich z.B. fragen, was passiert, wenn man das Gegenteil davon praktiziert:
1) One blow in AIKIDO is capable of killing an opponent. In practice, obey your instructor, and do not make practice a time for needless testing of strength.
2) AIKIDO is an art in which one man learns to face many opponents simultaneously and requires therefore that you polish and perfect your execution of each movement so that you can take on not only the one directly before you but also those in every direction around you.Zitat von Peter Goldsbury
Das mit den 8 Richtungen habe ich im Unterricht noch nicht gehört, aber dass man seine Umgebung wahrnehmen soll schon öfter ("Reagiere auf viele Angreifer wie auf einen und auf einen wie auf viele" wurde schon mal zitiert). Wer das nicht beachtet, der kann dann als Nage gerne mal seinen Uke gegen eine Wand, eine Säule (sofern vorhanden) oder ein Paar anderer übender Aikidoka werfen.
3) Practice at all times with a feeling of pleasurable exhilaration.
Wenn das Üben in einem Dojo längere Zeit keinen Spaß macht oder Freude bereitet, welchen Sinn macht es heute noch es fortzusetzen? Ich hatte mal so eine freudlose Zeit (fast ein Jahr) erfahren, und meine Konsequenz war, mit Aikido aufzuhören für 23 Jahre. Gesundheitliche Probleme des Bewegungsapparats waren ja für mich der Anlass es wieder zu probieren mit der Idee, dass es mich dauerhafter motivieren könnte als Krankengymnastik, Yoga, Pilates oder dergleichen.
5) The daily practice begins with light movements of the body, gradually increasing in intensity and strength, but there must be no overexertion. That is why even elderly an elderly man can continue to practice without bodily harm but with pleasure and profit and will attain the purpose of his training.
Mit 50+ erleb(t)e ich das (vor Corona) immer wieder. Und umgekehrt fühle ich mich unwohl, wenn die Gymnastik am Anfang stark verkürzt oder ganz weggelassen wird (von Aushilfs-Übungsleitern).






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