Ich erinnere es so, daß Pansapiens auf meine Formulierung vom "Auflösen der Kräfte" im kaiten-otoshi thread reagiert hat mit dem Hinweis darauf, daß das - in welchem Szenario auch immer gedacht - grundsätzlich nicht möglich sei. Es sei denn man nähme an, die Gültigkeit des Satzes der Impulserhaltung sei außer Kraft gesetzt.
Der - gedachte - Ablauf, den Pansapiens da jetzt gezeichnet hat, veranschaulicht diese Aussage lediglich so, daß die Konsequenzen einer Erklärung, die die Impulserhaltung nicht berücksichtigt, dem Betrachter intuitiv deutlich wird.
So, wie du ja auch ganz spontan sagst: So geht es nicht! Münchhausen kann sich nicht selber am eigenen Achopf aus dem Schlammassel ziehen.
q.e.d.
Es bleibt dann also die Frage:
Ist entweder die Interpretation der Erfahrung des Übenden (hier konkret moi) falsch?
Oder ist das Szenario grundsätzlich anders zu rechnen, als Pansapiens es tut? So daß der Erhaltungs Satz in Geltung bleibt.
Meinen Vorschlag dazu, nämlich aufgrund des spezifischen Settings der Übung, die Situation nicht als Stoß - zwei Systeme betreffen einander - sondern als statisches Problem - Kräfte Verteilung innerhalb eines Systems - zu betrachten, hat Pansapiens als Gedankenfehler eingeordnet.
Eine andere Verstehensmöghlichkeit bestünde darin, daß gerade durch meine Struktur, die keinen bewußten Groundpath bildet, der Impuls des Schiebenden gewissermaßen "deutlich unbehinderter" in den Boden fließen kann. Ich mir also weniger selbst im Weg stehe, als wenn ich einen Groundpath bilde.
Das würde interessanterweise auf der somatischen Ebene ganz vorzüglich zu dem geschehen lassen von wu wei auf der spirituellen Ebene passen.





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