Hier picke ich mir einmal den heraus:
Das ist mit ein Punkt, der mich auch (nach aller der Zeit) immer wieder zum Grübeln bringt und ich wage einmal den Vergleich zum Schachspiel - hier die konservative Truppe versus die Reformer - es geht um das berühmt berüchtigte Thema "Besetzung des Zentrums". Tarrasch drängt auf die direkte Konfrontation in der Mitte, während z.B. Réti auch auf die Mitte zielt, jedoch von den äußeren Flanken her. Bei uns/mir gab es nur den Druck auf das Zentrum. Alternativen wurden nicht "geduldet" auch nicht im freien Sparring, wobei dies eher selten war und ich sage dir offen: Bei mir hat diese "Mitte" kaum bis gar nicht funktioniert. Da braucht es (also meiner Meinung nach) diesen gewissen Biss (eben auch mal eine zu fangen) und wie gesagt, wenn du da immer wieder die Visage geprellt bekommst, obwohl du nach Leitlinie vorgehst, das ist ein sehr unschönes Hamsterrad - insbesondere wenn die durchaus schlüssige Theorie immer nett präsentiert wird. Wie du treffend schreibst, "in chaotischen Situation" ist diese Theorie auf einmal gar nicht mehr so stimmig und es kommen ganz andere Kompetenzen ins Spiel. Aber gerade damit wurde zu dieser Zeit massiv mit geworben, dass es eben diese Kompetenzen nicht (mehr) braucht, weil du ja weich nachgibst. Ein Elend vor dem Herren...






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