Die Krux liegt für mich darin begründet, dass die möglichen Sanktionen von schulischer Seite nicht mehr gänzlich oder aber gar nicht ausgeschöpft werden können/wollen. Bei uns haben wir immer wieder Vorfälle dieser Art und die Schulleitung reagiert erst einmal gar nicht. "Wir wollen nichts überstürzen." Es wird ALLES relativiert. Von "kein einfaches Elternhaus" bis hin zu "ADHS". Wir hatten schon Schlägereien auf dem Schulhof mit Schülern aus anderen Schulen. Konsequenz? Keine. Begründung? "Wir wollen da nicht noch mehr aufheizen."
Hintergrund des Hintergrundes: Die zuständige ADD (und jetzt wird es politisch ideologisch) blockt hier ab. Punkt. Es ist nicht gewollt, dass hier Sanktionen durchgezogen werden.
Auch wenn ich mich nun in die Nesseln setze, aber Zahlen sind nun mal Zahlen: Meist sind es Schüler mit Migrationshintergrund, die nur "schwer mit unsere Art der Konfliktbewältigung" umgehen können. Wir hatten auch schon einige Erpressungen von Lehrern bei uns. Da kamen E-Mails und die Familie (deren Kinder) des Kollegen/der Kollegin wurde bedroht, wenn die Note nicht so geändert wird, damit die Versetzung geschafft wird. Polizei wurde aktiv. Ergebnis: "Er soll sich keine Sorgen machen. Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nur eine leere Drohung. Aber mehr machen können wir nicht." Die Justiz darf nicht auf die Quelle der Mail zugreifen - Datenschutz. Die Kollegen/innen sind fertig mit den Nerven. Sie haben die entsprechende Note gegeben - hätte ich auch - aber man überlege sich einmal, wo wir mittlerweile gelandet sind.






