Das sehe ich komplett anders.
Waffen gegen Waffenlos kann man nicht vergleichen mit Grappling gegen MMA-Striking, weil sich Menschen ja gerade eine Waffen nehmen, damit sie einen Vorteil haben. Es kommt also ein neuer Faktor in die Gleichung, der das Ergebnis komplett verändert. Da wirken auch ganz andere Körpermechanismen.
Viel Kraft spielt (außer zur Erzeugung von Schnellkraft) bei leichten, aber trotzdem sehr gefährlichen Waffen, keine Rolle. Körpergewicht auch nicht. Es kann sogar ein Nachteil sein, weil man mit mehr Masse oft viel träger ist.
Beim waffenlosen Kampf sind Kraft und Gewicht aber ein gewaltiger Faktor, der sich tatsächlich mit Kampftechnik oft nur sehr schwer ausgleichen lässt.
Bei Waffen gegen Waffenlos ist man ohne Waffen per se in großem Nachteil. Und das ist aus meiner Sicht beim Striking gegen Grappling nicht der Fall.
Nur sind die Grappler auf ihrem Gebiet eben besser als die Striker auf ihrem. Und das sollten die Striker ändern.
Wenn man eine Sache ändern will, muss man das Ziel definieren. Es sollte nicht utopisch sein, aber eine deutliche Verbesserung bringen. Sonst gibt es ja keinen Fortschritt. Und wenn sich genügend Menschen daran setzen, wird auch jemand irgendwann den entscheidenden Schritt schaffen (so sind wir Menschen).
Aber es arbeiten eben nicht genügend Menschen daran. Und die daran arbeiten, sind nicht unbedingt die Geeignetsten, weil ihnen das nötige Theoriegerüst aus Sportwissenschaften (und anderen Disziplinen fehlt). Und diejenigen, die es haben, arbeiten meistens nicht im MMA-Striking.
Es müsste also eine glückliche Verkettung vieler Umstände geben, damit es einen deutlichen Fortschritt gibt im MMA-Striking. Alleiniges probieren und Erfahrung sammeln, wird nicht ausreichen.






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