Die Frage ist doch, warum sollte es nicht unter sportlichen Bedingungen funktionieren? Sportlich nicht im Sinne von z.B. einem Boxwettkampf, das verlangt glaube ich auch keiner von den WTlern, denn da sind die Regeln wirklich zu eingeschränkt. Ist ja auch kein Problem, ich denke dass auch die meisten MTler, MMAler usw. gegen einen 'gleichwertigen' Boxer nach Boxregeln verlieren würden - ist ja logisch, weil die explizit nur auf dieses Regelwerk hintrainieren.
Aber 'Sport-Sparring' kann man mMn durchaus so gestalten dass es für WT passt - MMA Handschuhe an (gibt es auch etwas dickere für's Training, mit denen man aber trotzdem noch greifen kann und die viel kleiner sind als Boxhandschuhe), einen sehr dicken / stabilen Tiefschutz an, dann kann man auch wenn man das will Eiertritte mittrainieren, andere Schutzausrüstung wie Helm, Scheinbeinschoner usw. je nach Bedarf bzw. Wunsch der sparrenden. Für die SV halte ich aber weniger Schutzausrüstung für besser.
Dann noch z.B. Straßenklamotten an, die Intensität absprechen bzw. im Verlauf steigern, und dann mal loslegen und sich hauen.
Natürlich kann man dann nicht in die Augen stechen (aber es könnten z.B. beide ne Schutzbrille anziehen und die Fingerspitzen einfärben, und dann kann man nach dem Sparring ja sehen wie oft überhaupt Stiche in Richtung der Augen [von denen ja noch lange nicht garantiert ist dass sie die sehr kleinen Augen überhaupt getroffen hätten und nicht z.B. die Augenbraue, oder dass sie überhaupt gegug Kraft gehabt hätten das Auge ernsthaft zu schädigen] durchgekommen wären) oder die Kniescheibe durchtreten (was übrigens lange nicht so einfach ist wie es sich anhört, aber auch die Treffer könnte man dann halt ansetzen aber nicht durchziehen, wenn beide etwas Sparringserfahren sind merkt man schon ganz gut was davon jetzt angekommen wäre und was nicht) oder Beißen oder so, aber alles andere kann man eigentlich gut trainieren.
Wenn man noch mehr SV will kann ja auch einer noch ein Markierungsmesser einstecken haben oder so, dass er dann wenn es eine passenden Moment gibt rausreißt und zack, schon kann man die Messerabwehr gleich noch mit trainieren usw.
Gibt da viele möglichkeiten kreativ zu sein.
Warum sollte das nicht funktionieren? Was spricht dagegen, ausser WT-Herb?![]()
Warum sollte in jeder anderen KK / KS / SV unkooperatives Sparring mit etwas eingeschränktem Repertoire sehr gut funktionieren, aber beim WT nicht?
[Irgendwie habe ich aber das Gefühl dir das schonmal erklärt zu haben]
Übrigens, sehr gute Idee beim Judo und / oder BJJ mitzumachen. Erstens macht Grappling sehr viel Spaß, zweitens ist's ein super Training für Fitness und Kraft und drittens wird es dir dabei helfen in einer SV Situation nicht so schnell zu Boden zu gehen bzw. wenn man dann dochmal da landet schnell und sicher wieder hochzukommen. Das lernt man mMn eben bei den Spezialisten viel besser als anderswo.
Edit: @Big F: Ich denke eher das Judo geeigneter ist (vorausgesetzt beim Judo und BJJ wird mit der gleichen Intensität trainiert) und das sage ich als BJJler und (Ex) Judoka, dem BJJ viel viel mehr Spaß macht.
Aber Judo ist halt viel Standkampf fokussierter, Takedowns und Würfe (meiner Erfahrung nach sind 'on da street' Clinchen -> zerren & reißen -> zu Boden fallen viel öfter als z.B. nen sauberer Double Leg) viel mehr trainiert werden als im BJJ, und mehr Wert darauf gelegt wird nicht in der Unterlage zu Enden, da man im Judo auch per Pin verlieren kann.
In der SV will man eigentlich nicht auf den Boden und wenn doch ganz schnell wieder hoch bzw. in die Oberlage, und nicht wie im BJJ erstmal 'gemütlich' aus der Guard heraus kämpfen.
Daher halte ich von der 'Idee' her erstmal Judo für Sinnvoller für die SV als BJJ. Entscheidend ist aber die Intensität, und BJJ ist auch sehr gut geeignet, keine Frage.






