Ich denke, Christian Tissier und Steven Segal in dieselbe Argumentationslinie zu stellen, wird beiden nicht gerecht.
Was Christian angeht, habe ich den Eindruck, du hast eine falsche Vorstellung sowohl von der Art seines aikidô, als auch von seiner Größe und Statur. Muskelmasse und Gewicht spielen bei seiner Art zu üben keine große Rolle.
Und wenn du dir mal Videos anschaust, auf denen Shirakawa langsam arbeitet, dann sieht das zuweilen doch identisch aus?
Ja, das wird mir aus dem, was du schreibst, immer wieder deutlich.Diese Dialektik ist mir persönlich fremd und unverständlich.
Aus meiner Sicht geht damit einer der wesentlichen Aspekte verloren und es bleibt dann - nach meinem Verständnis - nicht mehr als ein gemeinsames Tanzen der Partner. Die Art von sich bei fortgeschrittenen Partnern steigerndem Widerstand kann ja eigentlich nur eine rein körperliche Herausforderung sein, aber keine Abbildung eines Konfliktes?
Weder ein Küchenmesser, noch ein Auto sind dazu erdacht, konstruiert und hergestellt worden, Menschen zu verletzen.Aber das sehe ich analog zu einem guten Küchenmesser, das auch ein Mordinstrument ist. Oder was 2 mal letzte Woche Thema der Schlagzeilen war: auch ein Auto ist ein Mordinstrument, der Führerschein ein Waffenschein.
Die Techniken des aikidô dagegen sind dazu gedacht und gemacht. Das Üben verletzungsfreie Üben im dôjô ist ein Werkzeug um üben zu können. Es ist nicht die letzendliche Intention der waza.
Nach meinem Verständnis ist das üben mit Holzschwertern oder shinai im Kenjutsu ein Parallele: Eigentlich gedacht für shinken, für scharfe Schwerter. Zum Üben aber entschärft durch die Holz- oder Bambuswaffen.
Na aber im Rahmen des Übens wurden sie doch auch früher nicht so angewandt?! (Naja, manchmal schon ...)Auch wenn die Techniken historisch für den Zweck, den Gegner nachhaltig zu verletzen, entwickelt wurden, so werden mit dieser Intention heute eben im Rahmen des mir bekannten Aikido-Übens so nicht mehr angewandt.
Aber normalerweise haben die sich doch nicht im dôjô die Knochen gebrochen beim Training?!
wie gesagt: Das möchte und tue ich auch. Ich habe darüber hinaus den Anspruch, daß mein Training hilft, Menschen köperlich, geistig, energetisch heil zu machen.Ich möchte aber ausschließlich so üben, dass es mir und meinem Übungspartner Freude bereitet oder hilft sich weiter zu entwickeln.





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