Doch, natürlich.
Ein "Glaube" der sich beschränkt, ein paar nette Geschichten anzuhören (ohne deren Bedeutung zu erforschen), oder regelmässige Rituale zu betreiben (nur weil man das so tut), oder ein paar intellektuelle Spielchen zu treiben (weil das ein lustiger Zeitvertreib ist) - ist nichts, das solide hält, wenn's drauf ankommt.
Das, was hält, ist die Erfahrung: ich bin aufgehoben, ich bin getröstet, es ist alles gut, sogar wenn die Welt drunter und drüber geht.
Und manchmal, das kommt auch heute noch vor und nicht allzu selten, überfällt's einen so wie Mose vor dem Dornbusch.
Auch nicht lustiger als die Tatsache, dass Ingenieure das Rad nicht ständig neu erfinden, sondern sich funktionierende Prinzipien bei den AltenLustig ist ja auch das sich neue Religionen bei ihrer Verbreitung stehts gerne bei den alten Religionen bedienen.
abschauen.
Es geht ja in Religionen nicht darum, einen Wettbewerb in Originalität zu gewinnen. Es geht um Lebenshilfe, und um die Frage "wie gestalte ich mein Leben am besten?"
Wenn da mal einer ein funktionierendes Konzept findet, warum sollte man das nicht übernehmen und weiter ausbauen?
"und wenn es nicht wahr ist, so ist es gut erfunden" - auch wenn diese Berichte historisch nicht wahr sein sollten, so haben sie immer noch mehr als genug Wahrheit in Bezug darauf, was ein Mensch ist, vor welche Probleme und Herausforderungen ein Mensch gestellt werden kann und welche Lösungsansätze es gibt.Den Dornenbusch als echtes Geschehniss zu nehmen wäre genauso sinnig wie die Genisis mit Adam und Eva oder Noah und seine Arche für wahrhaftige geschichtliche Ereignisse zu halten.





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