Exakt. Gott ist nicht bewiesen. Und er ist auch nicht beweisbar.
Denn es ist geradezu ein Wesensmerkmal der jüdisch-christlichen Gotteslehre, daß er diese Beweisbarkeit meidet wie der Teufel das Weihwasser ... wenn dieser Vergleich gestattet sei.
Irgendwarum ist es ihm außerordentlich wichtig, daß sich der Mensch von sich aus entscheidet. Es geht in der Gottesbeziehung offenbar nicht um ein Für-wahr-halten, sondern um Vertrauen. Und zwar um das Vertrauen auf eine bestimmt Deutung von Welt.
Auch hier ganz ähnlich daoistischen Gedanken: Man sieht es nicht, man hört es nicht und doch ist es der Fluß in allem. Allein "der Weise" erkennt es.
Oder umgekehrt gedacht: Der Gott, der bewiesen werden kann - von dem also ein Bild gefertigt werden kann - ist nicht der wahre/jüdisch-christliche Gott.
Daher: Aus theologischer Sicht ist Gott weder bewiesen, noch ist er beweisbar.






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