Klar ist das Individuum entscheidend. Was ist denn so der große Unterschied zwischen den Stilen?
Also, ich habe alles mögliche gemacht: Karate Leichtkontakt, Karate Vollkontakt, IMA, Kickboxen, Judo...
Und es ist doch immer das Gleiche:
>Aufwärmen mit Gymnastik, im Kreis laufen usw.
>Techniken einschleifen, ob jetzt Kihon, gegen Pratzen, Grapplingdrills, was auch immer
>Sparring (Und mal ehrlich, so super hart und alive ist das auch beim Grappling und Kickboxen nicht - die Intensität eines echten (Wett-)Kampfes wird so gut wie nie erreicht)
Fertig. Wenn man jetzt glauben will, dass man der Super-MMA-Killer wird, weil man gegen Thai Pads haut anstatt gegen die Makiwara und in Underarmor ringt statt im Gi - bitte. Ist halt nur totaler Schwachsinn. Alle kochen nur mit Wasser.
Was VIEL wichtiger ist, ist die individuelle Einstellung. Beim Vollkontakt sind glatzköpfige, tätowierte Typen, denen ein paar Zähne fehlen. Beim Taichi sind Hausfrauen und Studenten mit Muskeln wie ein Spatz Krampfadern. Ja, wer wird da wohl besser kämpfen?
Aber wenn der Student MMA macht und die Kante Shotokan, dann ändert sich nicht viel: Die Kante haut dir halt dann mit nem Shuto die Nase platt statt mit nem Superman Punch, und der Student der Geisteswissenschaften wird auch mit Twins-Ausrüstung umgenietet.
Also: Was man macht ist nicht so wichtig. Wie man drauf ist, das ist wichtig. Wenn der Trainer aus einem Schoßhund keinen Wolf machen kann, dann ist der Rest vom Training ziemlich egal. Man wird jedenfalls nicht vom Schwulli zum Killer nur weil man 2x die Woche in nem Hochglanz-MMA Gym trainiert statt in ner abgeranzten Turnhalle Gyaku Tsuki-Bahnen zu laufen, auch wenn einem das immer gesagt wird.





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