So, mit einiger Verspätung - ich war beruflich im unwegsamen eidgenössischen Bergland unterwegs

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@narexis:
ich hab die erfahrung gemacht, daß man nicht unbedingt die würfe aus dem ringen für no-gi-grappling trainieren muß.
wie bereits erwähnt, finde ich ringen ganz hervorragend, und ich hab es auch ein paar jahre selbst betrieben. für mich war es aber, wie ich festgestellt habe, dann doch besser, die würfe aus dem judo in no-gi-varianten zu transferieren.
war - zumindest für mich - deutlich weniger anstrengend und bei weitem nicht so verletzungsintensiv ...
Das würde ich auch so sehen. Je nach Regelwerk / Zielsetzung muss man viele Ringertechniken eh etwas modifizieren, damit sie im No Gi legal sind (so gut wie alle Grappler, denen ich ein paar der fieseren Varianten gezeigt haben, haben einhellig mit "Waaaaaas, das ist bei euch legal?!" reagiert )… und wenn man jetzt von den Parametern harter Boden und nach Möglichkeit nicht mitfallen ausgeht, kommt so oder so was ziemlich Judo-Sambo-artiges raus (gut, vielleicht mit ein bisschen mehr Duckunders und Arm Drags), wenn man Geschubse mit reinnimmt, wird's Sumo-Artig und wenn man gezielt anfängt, auf die Gelenke zu zielen dann landet man bei Catch-Varianten oder Dumog. Was ich damit sagen will: die Basis und die grundlegende Mechanik in den ringenden Stilarten ist im Prinzip in allen Stilen ziemlich vielseitig, wie gut sie sich im Einzelnen von A nach B übertragen lässt, hängt vielfach vom Einzelnen ab, also welche Taktiken und Techniken derjenige bevorzugt anwendet. Interessanterweise schlagen sich meiner Erfahrung nach die Spezialisten aus Stilen mit engem Technikspektrum häufig besser in den Stilen mit breitem Technikspektrum als umgekehrt, ganz einfach weil sie mehr Freiheiten kriegen und nicht das Gefühl haben, plötzlich beschränkt zu werden. Wie dem auch sei: wichtig ist, dass man die Techniken unter Druck abrufen kann - und das klappt halt nur, wenn man sie regelmässig mit unkooperativen Partnern übt. Wenn die Voraussetzung gegeben ist, prophezeie ich, dass man z.B. viel mehr aus Seminaren und Lehrgängen mitnehmen könnte, als das in der Regel der Fall ist

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ich hab aber aus dem ringen 'ne ganze menge mitgenommen und bin den ringern, die sich damals mit mir abgegeben hatten, noch heute sehr dankbar.
erstaunlicherweise hatten sie viel geduld mit mir, obwohl sie selbst aktive wettkämpfer waren ...
Ich möchte auch nicht nahelegen, dass "der Ringer" ein absolut ungeniessbarer Zeitgenosse ist Meine Erfahrung ist nur, dass viele Topleute nicht Zeit und Energie für das Training von Aussenstehenden aufbringen können oder wollen, und dass die Förderung von Vereinsmitgliedern in einem ganz anderen Masse abläuft sobald klar ist, dass derjenige in der gleichen Mannschaft ringen wird (in einzelnen Fällen sicher auch, weil man denkt, dass das der Fall sein könnte). Ich hab das ganz deutlich gesehen, als ich 2014 für meinen vorletzten Verein das erste Turnier bestritten habe - in dem Jahr davor war ich halt als Trainingspartner da, aber ab dem Turnier bin ich dann plötzlich von allen Seiten voll gecoacht worden Daher ist meine Ansicht, dass man als nicht-Wettkämpfer im Ringen einfach nie die gleiche Förderung kriegen wird.

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period hab ich ja nun auf der matte erlebt, und wenn ich die chance hätte und wir nicht so weit voneinander entfernt wohnen würden, wäre er meine erste anlaufstelle, um wieder etwas ins ringen reinzukommen ...
Zu viel der Ehre Aber in jedem Fall aufrichtig danke, das bedeutet mir viel!
Wie oben schon angedeutet, ich bin im Winter berufsbedingt umgezogen, und zwar ausgerechnet zu den Eidgenossen Also leider die falsche Richtung für eine Trainingsgemeinschaft mit Dir... und nach meinem aktuellen Vertrag werde ich hier wohl die nächsten fünfeinhalb Jahre verbringen und ringen Ich gehe aktuell davon aus, dass ich mich wahrscheinlich innerhalb dieser Zeit aus dem Wettkampfzirkus zurückziehen werde, nach Möglichkeit noch, solange ich noch Knorpel im Knie habe Aber danach könnte es gut sein, dass es mich in den Norden verschlägt, und mit dem "Grabbeln" ganz aufhören will ich nicht. Old School Judo, Sambo oder Dumog wären meine Ausweichpläne, sofern ich mich nicht als Ringtrainer versuche

Beste Grüsse vom Dienstcomputer einer Schweizer Uni (ohne scharfes S an der Tastatur )

Period.