Wenn benannter netter älterer Herr, sagen wir mal, einen LIeferanten, der ihm Puderzucker statt des versprochenen Kokains geliefert hätte, mit Steinen an den Füssen lebendigen Leibes im nächsten Meer versenkt hätte (bzw hätte versenken lassen, man wird ja nicht jünger, gelle) - wäre das nach wie vor nicht Kevas Problem gewesen. Das heisst, solang Keva nicht dieser Lieferant gewesen ist. Keva hätte am nächsten Tag in aller Ruhe mit ihm plaudern und Billiard spielen können, ohne dass ihm auch nur ein Härchen gekrümmt worden wäre.
Dass "verarsche deine Geschäftspartner nicht", egal ob in legalen oder illegalen Kontexten, ein wesentliches Element von Seelenruhe und friedlichem Leben ist, überrascht hoffentlich niemanden.
??? was soll das nun für eine blöde Bemerkung sein ???Lass mich raten, die ganzen Betroffenen oder Opfer haben’s einfach selbst verbockt.
gibt es alles, hat aber nichts zu tun mit der von mir beschriebenen Situation...Natürlich haben die Leute direkt eine Leuchtreklame über sich und insbesondere Trickbetrüger oder Taschendiebe legen es regelrecht darauf an, aufzufallen, mysteriös und bedrohlich zu wirken... Man erkennt schon kilometerweit, dass der Kerl in der Fußgängerzone gleich die Handtasche packen, daran reißen und wegrennen wird... Mal abgesehen von den Leuten, die sogar so raffiniert sind, dass Du sie überhaupt nicht kommen siehst und weshalb Überfälle manchmal so überfallartig stattfinden...
schön, da sind wir uns mal einig.Noch mal für besonders Begabte:
Blaues Auge: unschön, darf nicht passieren, gibt keine Entschuldigung.
Zumindest für Situationen ausserhalb eines Kampfsportereignisses, wo im Rahmen der Regeln blaue Augen durchaus in Kauf genommen werden, je nach Sport.
Mist passiert. Kann man nichts dagegen machen. ist halt Mist, kein Mensch ist perfekt, kein Mensch weiss alles, kein Mensch kann alles.Daraus irgendeine seltendämliche Legitimation für wahnwitzige Aussagen ableiten und (insbesondere Leuten, die die Erfahrungen leider machen mussten) immer fleißig erklären, wie doch die ganzen bösen Situationen ablaufen
Trotzdem spricht nichts dagegen, nachdem der Mist passiert ist, sich mal hinzusetzen und sich zu fragen: jetzt wo der Mist passiert ist, und ich eine Wiederholung lieber nicht möchte - gibt es etwas, das ich anders/besser machen kann, damit es nicht noch einmal passiert? - und womöglich findet man da tatsächlich brauchbare Antworten. Warum sollte man die nicht anwenden?
Die Haltung "Mist passiert und wird notwendigerweise immer wieder passieren, ich kann gar nichts dagegen machen, ich kann nichts daran ändern und es lohnt sich noch nicht mal, es zu versuchen." finde ich nun nicht sehr zielführend. :-/
Allerdings ist auch wahr, dass das rein intellektuelle Wissen über diese sozialen Dynamiken noch längst nicht dazu führen muss, auch entsprechend handeln zu können. Ist auch nichts, das man jemandem vorwerfen muss (so wie Vorwürfe in den Kontexten meist recht unsinnig sind), und naütrlich auch kein Grund, um HIlfe zu verweigern.
Du nimmst Verletzungen in Kauf, weil dir unter dem Strich die Teilnahme am Kampf mehr gibt als nimmt, und das ist doch in Ordnung so.Wenn man so will, habe ich die Entscheidung (freiwillig!) getroffen, ein blaues Auge der Unversehrtheit vorzuziehen und das in dem Moment, in dem ich in den Ring gestiegen bin. Kein Kämpfer geht davon aus - zumindest keiner, der mal gekämpft hat -, dass er da ohne Verletzungen und Kleinigkeiten wie blauen Flecken rausgeht
Aber dennoch hast du eine gewisse Hoffnung, dass der Gegner die blauen Augen abkriegt, und nicht du.
und jetzt kannst Du Dich mal fragen, was das für eine Einstellung bzw. Einstellungen zu Schmerz bedeuten könnte...
ein bisschen Schmerz ist nicht schlimm.
Wenn ich mir so Menschheit generell anschaue, entsteht gelegentlich dieser Eindruck durchaus :-/Na dann waren die ganzen Leute wohl nur absolute Pfeifen mit komischen Verhaltensmustern.
ja ist doch super. Ich habe mehr Respekt vor Leuten, die sich etwas aneignen, das schwierig ist und wo sie sich immer wieder überwinden müssen und lange darauf hinarbeiten; das ist doch oft deutlich mehr Leistung als wenn das Supertalent mit den Superbegabungen einfach durchfliegt und alles gleich sofort kann und tut.(Am Rande: Die haben sich die Erlaubnis dazu gegeben. Mehrfach und sich sogar das Ziel gesetzt, es hinzubekommen und aktiv darauf hingearbeitet.)
war nie übergewichtig. "nur" Kettenraucher. Und ist jetzt tot. ^^Ich spiele jetzt einfach mal Dein eigenes Spiel: Ja, aber Helmut Schmidt?!
nun, ich bin auch etwas grössre und schwerer als mit fünf Jahren, und meine Haut ist nicht mehr so glatt. Dass sich Geschmäcker ändern, ist normal. Aber ich behaupte mal, detailverliebt, fleissig und ehrgeizig warst du schon immer. Würde mich sehr wundern, wenn du das nicht gewesen wärst.Ich bin nicht der Mensch, der ich mit 5 war; ich bin nicht der Mensch, der ich mit 15 war und das ist ziemlich normal... Ich habe sogar andere Vorlieben entwickelt und auch der Geschmack hat sich verändert.
Die Leute, die ich lang genug kenne, um das beurteilen zu können - haben durchgehend ihr Wesen behalten. Auch nach Schicksalsschlägen und schwierigen Situationen. im besten Fall sind sie gereift, so wie ein guter Käse reift - der sich im Reifeprozess sehr ändern kann, aber trotzdem immer dieselbe Substanz erkennbar bleibt.Na dann bin ich wohl mal wieder eine Ausnahme und der Großteil der Leute in meinem Bekanntenkreis (und insbesondere die Personen, die bestimmte Situationen erleben mussten) wohl auch.
Das ist dann aber vor allem ein "nichts Neues unter der Sonne"-Phänomen. Nicht weil die Neugier verschwunden ist - sondern weil es irgendwann schwierig wird, überhaupt neue interessante Inhalte zu finden. Das, was man schon x Mal gelesen hat, noch einmal durchzukauen, ist halt nicht interessant.Noch nie erlebt, wie jemand sich mit zunehmendem Alter immer weniger für Details interessiert (oder nicht mehr so wissbegierig und neugierig ist), weil er bspw. gemerkt hat, dass es keinen Unterschied macht?
Ebenso steigt im Alter die Fähigkeit, in Zusammenhängen zu denken - was an der Neugier selbst nicht unbedingt etwas verändert, aber es verändert sich die Art, wie man Neues sucht und findet und lernt. oder womöglich ändern sich die Ziele der Neugier, die Dinge oder Situationen, die neugierig machen.
das wäre dann weniger die Neugier, sondern eher die Neigung, sich sofort in alles aktiv reinzustürzen. Ich bin recht froh, diese Eigenheit nicht zu haben, ich glaube, das ist eine Eigenheit, die recht zuverlässig dafür sorgen kann, dass man sich Ärger einhandelt.... und mal wieder eine Ausnahme. Bin eigentlich ganz froh darüber, sonst würde ich mir ständig den Kopf über irgendwelchen Blödsinn zerbrechen, der mich nichts angeht und hätte vermutlich weit häufiger auf die Schnauze bekommen oder mich sogar strafbar gemacht...





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