Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
man kann Fakten ignorieren, man muss es aber nicht.

was mich etwas erschreckt hat bei dieser Diskussion wegen Bayern, dass es Leute gibt, die behaupten, Anhänger der Wissenschaft zu sein - und die allen Ernstes fordern, diese Frage solle gar nicht untersucht werden. eine noch unwissenschaftlichere Haltung gibt's ja gar nicht, als diese vorauseilende Zensur...

speziell da es Anekdoten zuhauf gibt, die darauf hindeuten, dass es eben klappen könnte. Bauern, die Pragmatiker sind und nicht dogmatische Ideologen, bleiben eben bei Homöopathie, wenn diese dafür sorgt, dass die Tiere auch nicht stärker krank sind als sonst, aber weniger Antibiotika eingesetzt werden müssen... und das tut sie eben in vielen Fällen.

Nö, das schätzt du ziemlich falsch ein. Es geht ja hier um eine Frage, die bereits geklärt ist. Ich habe vor einigen Beiträgen den Standpunkt der Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren - Helmholtz zitiert, die als größte Forschungsgemeinschaft Deutschlands (und übrigens einen der stärksten wissenschaftlichen Outputs weltweit haben) und die eben genau diese Meinung vertreten. Nämlich, dass man es mit der Homöopathie mal langsam gut sein lassen sollte, weil da eigentlich alles geklärt ist.
Die gleiche Meinung wird, auch öffentlich, vom IQWIG (unabhängiges Institut)-Chef Prof. Windeler vertreten.

Das sind nun alles ziemlich hochkarätige Instanzen der Wissenschaft, die genau den Standpunkt vertreten, den du für unwissenschaftlich hälst.


Ich verstehe schon was du meinst. Aufgabe der Wissenschaft ist es vorurteilsfrei zu forschen, aber genau das ist bei der Homöopathie auch geschehen und wurde x-fach wiederholt. Und irgendwann kommt man an den Punkt, wo es lächerlich wird.
Stell dir mal vor, in der Astronomie würde gefordert werden, dass man wieder und wieder und wieder prüfen soll, ob die Sonne nicht doch um die Erde kreist. Sowas bindet ja auch Kapazitäten (und Kapital) was man sinnvoller einsetzen könnte.