Wuji ist aber nicht der „ugerichtete offene Geist“. Was du anscheinend meinst ist Wuwei, „die Leere wirken lassen“, denn das ist das, was sich im Geist manifestieren kann (in/durch Xing, um genau zu sein).
Wuji manifestiert sich durch Wuwei, was in Xing entsteht. Das kann aber nur passieren wenn Xing und Ming harmonisiert werden und da kommen dann die „Kräfte“ im Körper ins Spiel, die man im ZZ erforscht. Die gehören zu Ming, während die Visualisierungen zu Xing gehören (zu Yi, um genauer zu sein, was Teil von Xing ist, ebenso wie Shen).
Im ZZ sind auch, je nach Tradition, buddhistische Lehren eingeflossen. Hier sind vor allem der Yogachara Buddhismus zu nennen und der Vajrayana Buddhismus.
Die körperliche Übung bleibt dabei gleich „Movement in No-Movement“, das Erforschen der Kräfte und deren Wechsel etc. Die Ideen im Geist, mit denen dies geschieht, werden jedoch dtl. komplexer, vor allem je tiefer es in das Vajrayana geht. Diese „esoterische“ Seite des Buddhismus passt jedoch wiederum sehr gut zum „Alltagsdaoismus“, der ja geprägt war von Beschwörungen, Dämonen etc.. Da macht es dann auch wieder Sinn dass diese Ideen in die KK eingeflossen sind, denn auch da waren damals Talismane und „Schutzzauber“ gang und gäbe.
Im ZZ einfach zu stehen, die Position zu halten und dabei zu versuchen den Geist zu leeren, hat dabei jedoch absolut nichts mit dem ZZ zu tun wie ich es kennengelernt habe. ZZ ist das Herz und die Essenz und übt das Herz und die Essenz.
Dabei übt man zunächst im Stehen (Movement in No-Movement), dann in Bewegung (No-Movement in Movement) bis man bei allem üben kann was man tut. Dann wird alles zu ZZ.
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