Zitat Zitat von Aiki5O+ Beitrag anzeigen
@DatOlli:

Sieht das für dich aus wie Kampfkunst oder eher Bewegungsschule oder Meditation bzw. Philosophie in Bewegung?
...
Erst mal sorry, dass ich so wenig und so spät schreibe. Bin derzeit beruflich stark eingebunden. Ich gehe auch nur auf
den Post ein. Das meiste aus dem anderen Post hätte ich inhaltlich ähnlich wie Inryoku beantwortet.

Was ich da sehe? Nicht so einfach zu beantworten. Da muss ich erst mal was vorneweg packen.

Was steckt hinter (Partner-) Kata? Aus meiner Sicht, erst einmal Konditionierung. In unserem Zusammenhang, auf bestimmte Reize, bestimmte Handlungen zu vollziehen.
Auch wenn ich das Konzept selber nicht mag, funktioniert das dennoch ganz gut. Ein Beispiel: Über ein vierteljahrhundert nach meinem letzten HKD-Training, im FMA-Training vor ca.4-5 Jahren, sind mir immer wenn da Trigger waren, HKD-Techniken "passiert".

Wie übt man so etwas nun, wenn man der Angreifer ist. Falls die Sachen "Striking-Zeug" sind, übe ich, immer mehr Power bei immer besser Kontrolle (Gleichgewicht, Struktrur u.s.w.) und immer höherer Geschwindigkit zu erzeugen. Die Bewegung ansich folgt ja einer Vorgabe. Mein (Treffer-)Ziel und die äussere Ausführung ist immer vorgegeben.
Je "besser" nun meine Angriffe werden, umso kleiner wird der Zeitrahmen in dem der "Verteidiger" annehmen und nutzen kann, um so schneller und sicherer muss sein Handeln werden (das des Verteidigers).

Ich habe mir mal absichtlich nicht den Lehrer angeschaut, sondern die Leute, die da miteinander üben. Der Zeitrahmen von dem ich oben schrieb, ist dort, wenn man aktiv vorgehen würde teilweise bei 3 Sek. In passiv, also annehmen und übernehmen der Bewegungsenergie immer noch bei 1 Sek. und mehr.

Klingt das nach Bewegungsschule oder nach KK (Nein, das sind eigentlich keine Gegensätze)?

Da die Leute alle "Überhosen" trugen, sind das keine Anfänger. Dennoch liefert kaum einer einen "Angriff". Fast alle geben nur ein Beispiel für die äußere Form eines Angriffs. Mein Eindruck ist, dass der "Angreifer" übt, die "richtige" (Bewegungs-) Energie zu liefern und nicht seinen Angriff zu verbessern.
Das halte ich ja nicht für falsch (am Anfang). Aber irgendwann, muss ich meinem Partner in der Bewegung auch Inhalte liefern, sonst kann der nicht lernen. Zumindest nicht, wenn da auch noch ein kämpferischer Gedanke drin ist.

Bin ich wieder ganz am Anfang. Bei Atemi oder Waffentraining. Beherrschung der eigenen Schwungmasse u.s.w..
Also beim Angreifer innerlich eine "leere Kata", die unter KK-Aspekten aber auch unter dem Blickwinkel "Konditionierung für Kampf" (aus meiner Sicht) sehr problematisch ist.

Bewegungsschulung, Harmonie, Philosophie, Einstellung, das Zerstörerische, u.s.w. sind doch alles Dinge, die in einer KK ihren Platz haben, die sie aber auch benötigt.
Konzentriere ich mich nur auf die ersten drei Aspekte, ist es aus meiner Sicht keine Kampfkunst mehr. Meint nicht, dass man damit nichts anfangen könnte. - So ist das nicht gemeint. Ich persönlich halte das für legitim. Ich persönlich finde es dennoch schade.

Also, was habe ich gesehen? Probleme!

Liebe Grüße
DatOlli