Zitat Zitat von Tantal Beitrag anzeigen
Mein angestrebtes Ziel ist es, ein möglichst vollständiges und engverknüpftes neuronales Netz auszubilden, das ich dann auf sämtliche Situationen anwenden kann.
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Und daher hatte ich angenommen, dass du das auch so machst, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie es anders gut funktioniert.
Danke für die Erläuterung.
Ja: Ganz genauso mache ich das auch. :-)
Darum habe ich über all die Jahre ganz bewußt und ausdrücklich ausschließlich aikidô geübt. Ein Körper, ein budô.

Mir ist nicht recht klar, worin du - und ja offenbar auch Inryoku - einen Widerspruch sehen? Oder meinen, ich müßte an anderer Stelle etwas suchen und dann in das aikidô üben eintragen?

Du beschreibst, wie du bestimmte Aspekte aus der goju ryû "übersetzt" hast in das bagua, das du jetzt übst.
Bei mir ist die Richtung gewissermaßen umgekehrt: Das aikidô, das ich übe, hat mir den Weg gewiesen in bestimmt Kontexte, mit denen es verbunden ist. Zum Beispiel durch die Lineage mit der daitô ryû. Oder durch den theoretischen/philosophischen/spirituellen Hintergrund mit der daoistischen inneren Alchemie. Oder durch historische Bezüge mit der TSKSR. (In den 30ern war die shintô ryû von Ueshiba osensei mal als die Waffenarbeit seines Systems vorgesehen.) Ich entdecke also von dem budô her, das ich übe, einge der Bezüge, mit denen es verwoben ist.

Wobei es stimmt, daß das Üben von nei gong und nei dan für mich inzwischen einen Wert in sich selbst bekommen hat.