Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
Danke Period, sehr interessant. Ich habe sie sehr aufrecht, quasi als Frontkniebeugen (nur eben mit anderer Art das Gewicht zu halten) ausgeführt, auf diese Art packe ich definitiv etwas weniger als bei normalen Kniebeugen.
Interessanterweise ist diese Form der Kniebeuge eine, die ich in der Praxis schon öfters genutzt habe, teils sogar sehr tief und im Bereich einer Maximalwiederholung – immer dann wenn ich einen schweren Baumstamm zum Tragen auf den Schoss lade und dann von dort auf aufstehe (=Zercher Squat). In diesem Fall ist die Ausführung dann wirklich ein Zwischending aus Kreuzeben und Kniebeuge. Ich nehme an der Schlüssel ist hier wirklich wie stark man den Rücken mit ins Spiel bringt.

Kleines Update zum Kreuzheben. Nach dem ich gestern doch nicht alle 5 WH mit 2xBW vom Block mit Obergriff geschafft hatte, habe ich im 2. Satz mal den Kreuzgriff probiert. Damit ging es problemlos (und auch sonst hatte ich keine Schwierigkeiten damit – nichts hat gezwickt). Gestern war aber auch einer dieser Tage, an denen ich aus mir unerfindlichen Gründen die Hände besonders schnell aufgingen (ist so im Schnitt in jeder 4 Einheiten so – Gründe sind mir nicht klar). Kennt ihr so etwas auch?
Ganz so aufrecht wie Frontkniebeugen finde ich jetzt etwas übertrieben... ich habe die meistens so gemacht, dass die Stange am tiefsten Punkt ca. 10 cm oberhalb der Knie den Oberschenkel berührt. Damit komme ich allerdings auch nur begrenzt tief, max. bis parallel, ganz sicher nicht ATG.
Bezüglich der Hände - ich kenne das als "low CNS" (= central nervous system). Charles Poliquin hat sich seinerzeit recht intensiv mit dem Thema befasst. Er hat dann auch deswegen für seine Athleten die Trainingswoche umstrukturiert in 5-Tages-Zyklen (nur eine schwere Einheit pro fünf Tage). Einen ähnlichen Ansatz gabs schon im antiken Griechenland mit den Tetraden nach Philostratos (= 4-Tages Zyklus, 1. Tag leichtes Training mit kurzen Spurtbelastungen, 2. Tag maximale Leitung, 3. Erholung, 4. Tag mittelschweres Training). Generell gibt es einfach Tage, wo man nicht so richtig in die Gänge kommt. Wenn die bei Dir zyklisch auftreten, kannst Du das m.E. recht einfach in den Griff kriegen und an den Tagen einfach kein schweres Training machen. Ansonsten gibts auch andere Alternativen - jedes 4. Training mit Zughilfen trainieren, spezifisch aufwärmen, um das CNS zu übertölpeln (z.B. überschweres Gewicht vom Block heben, damit das Arbeitsgewicht leicht erscheint), oder Riechsalz

Beste Grüsse
Period.