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Bei mir nicht; der Gyaku-Zuki wird nach vorn beschleunigt, die andere Hand verbleibt in Kamae an Ort und Stelle. Motorisch nicht so einfach, weil Schultergürtel und Hüfte rotieren, der Deckungsarm aber bewegungslos im Raum bleiben soll. Wenn man den Bogen einmal raus hat, klappt es aber hervorragend.
Zumindest in der Grundschulform halte ich das für wichtig (Hikite), weil man so Fedback bekommt, ob die Ausführung korrekt ist. Also eine Hüfte den Arm zurückbeschleunigt. Später dann, wenn man´s kann, kann die andere Hand mehr oder minder ihr Eigenes machen, aber immer noch initiiert von der Hüfte.

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Ist das irgendwie metaphorisch gemeint?
Nein, wörtlich. Dafür braucht man aber das hintere Bein als Stütze, weswegen ein Zurückgleiten den Effekt sofort zunichte machen würde.

Zugegebenermaßen kann das unsichtbare Bewegen des Beckens im Karate von nur geringer Bedeutung sein. Karate schlägt eben, wie es schlägt .

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Sind damit die sechs physikalischen Freiheitsgrade im Raum gemeint?
Nein, das ist ein vor allem in den inneren Kampfkünsten (CMA, Aikido) ziemlich bekanntes Prinzip, die sechs Richtungen oder six directions, in die man sich ausdehnen soll. Wohl vorzugsweise der (physische) Tanden (bin da jetzt auch noch nicht so tief drin). Gemeint sind vor-zurück, oben-unten, rechts-links (also für den Physiker 3 Richtungen ).