Du schreibst es ja selbst - das Thema ging durch mehrerer Instanzen und der Punkt, dass eine Wohnung kein geeigneter Schutzraum sein kann, wurde offensichtlich abgewogen und in der Urteilsfindung berücksichtigt.
Das was Du hierzu aufgeführt hast (Rollos kann man mit einer Hand stoppen, Täter springt durch das zerstörte Fenster, man kann nicht 30 Minuten auf die Polizei warten usw.), ist doch auch nur irgendein Phantasie Gebilde, das Du Dir aufgrund der wenigen Informationen zusammengereimt hast. Denn auch Du warst nicht dabei, etwas was uns hier die ganze Zeit vorgehalten wird. Du weißt nicht, ob die Polizei dort 30 Minuten braucht. Du weißt nicht, was da für Rollos sind und ob irgendein offensichtlich stark Betrunkener den Rollo aufgehalten hätte. Du weißt nicht, wie stabil die Scheibe war, ob er die so schnell klein gekriegt oder sich beim Eindringen nicht schon schwer geschnitten hätte, was ein durchaus realistisches Szenario ist. Es gibt hier durchaus einige Faktoren, dass der Täter möglw. nicht oder nicht schnell ins Haus gekommen wäre oder die Frau anderweitig hätte entkommen können (wie bereits angesprochen vorne raus und zu den Nachbarn, während der Täter hinten noch beschäftigt ist). Wenn die Sachen alle eintreten, wäre es evtl. zum Kampf gekommen, auf den man sich dann im Zweifel auch noch besser vorbereiten kann.
Was aber sicher ist, ist dass diese ganzen Möglichkeiten, wie sich ein Szenario entwickelt einfach entfallen, wenn die Frau die Hindernisse zwischen ihr und dem Täter sozusagen selbst beseitigt und in die Konfrontation geht. Die sich offensichtlich nicht gut für sie entwickelt hat. Dass sie natürlich unter gewaltigem Druck gestanden haben muss ändert nichts daran, dass die Handlung nicht das gelbe vom Ei war.
Und um es mal klar zu sagen - nur weil ich nicht wie Du jeden Tag meine Argumentation ändere (wie mehrfach zitiert), bedeutet nicht, dass hier einseitige Meinungsbildung stattfindet.






