Zu erwähnen ist natürlich dass Liuyedao oder auch Yanlingdao nur Überbegriffe für verschiedene Säbeltypen der Ming/Qing Zeit sind. Innerhalb dieser Gruppen können die Gewichte und PoB variieren. Einige Liuyedao hatten den PoB weiter vorne und einige waren leichter. Es gab auch welche mit mehr als 1 kg und einem PoB bei 15 cm. In der breiten Masse lag der PoB bei den Liuyedao bei ca 40% der Klingenlänge.
Da es in unserer Richtung große Überschneidungen zwischen Dao und Jian Techniken gibt haben wir uns für ein Dao entschieden, das sich ähnlich einem Jian führt. Auch solche Waffen sind historisch überliefert und machen für unsere Art der Anwendung Sinn, vor allem in fortgeschrittenen Bereich.
Im Bereich der Basistechniken macht ein weiter vorne liegender PoB Sinn, da dort noch das Hacken im Vordergrund steht, je differenzierter man mit der Klinge umgehen kann, desto eher liegt der PoB weiter hinten und Stechen und Schneiden stehen im Vordergrund.
Je näher der Pivot Point (der vordere rote Punkt) am Blade Point (Center of Percussion, der vordere blaue Punkt) liegt, desto schneller kann man die Spitze nach der Annahme wieder ausrichten und die Line of Intent der Spitze halten. Das ist für das Arbeiten aus der Bindung heraus ein wichtiger Punkt um den Gegner zu manipulieren.
Gleichzeitig muss die Waffe aber auch so agil und ausbalanciert sein, dass man seine Zentrallinien gegen die Angriffe halten und verteidigen kann, ansonsten kommt man ja nicht sicher in die Bindung.
Für dieses Training eignet sich wiederum die schwerere Waffe besonders gut, da sie einen diesbezüglich gut fordert. Würde jedoch der PoB weiter vorne liegen wäre es ziemlich schwer aus der Bindung zu agieren, da die Klinge zu sehr kopflastig wäre und man beim Halten der Linien zu sehr arbeiten müsste. Das würde einen zu langsam und zu müde machen um auf Dauer realistisch zu trainieren.





Mit Zitat antworten