Eine gängige Methode.
Es ist sehr angenehm wenn sich das ganze System wie aus einem Guss anfühlt und gleichzeitig die Charakteristika der verschiedenen Waffengattungen mitberücksichtigt. Wie sich das mit dem Speer verhält, davon habe ich keine Ahnung, aber was in dem Video gezeigt wird zeigt schon Parallelen zu europäischen Kampfkunst, in welche ich mal reingeschnuppert hatte. Die "Technicken" die gezeigt werden kenne ich aus dem, was ich mache auch, aber wir hätten eine völlig andere Fussarbeit und würden die Distanz anders "managen" - wenn das im Prinzip der Teil ist, der den engen Bezug zum Grappling herstellt ...
Ich kenne auch diese "Bindungstechniken" allerdings kommen die in meinm System (ich habe kein eigenes System! Ich meine meinen Erkenntnisstand auf dem Weg den ich gehe und ich kann nicht für die sprechen die 10x mehr wissen als ich) lediglich unbeabsichtigt beim "hängenbleiben" zu stande. Meine Devise wäre dass alles was mehr als zwei Zeiteinheiten (Tempi?) braucht strikt zu vermeiden wäre - manchmal geht es jedoch nicht in einer Zeiteinheit. Ich frage mich aber gerade ob diese Devise so für Waffen mit Handschutz die gleiche Gültigkeit hätte; vielleicht kannst Du mir auf die Sprünge helfen, ob dieser Faktor dabei eine Rolle spielt; nebst Gewicht und Länge der Waffe natürlich.
... ich hatte ja mal ein bischen ins Rapierfechten reingeschnuppert und da war es so ähnlich wie bei Euch und für mich recht logisch und für die Waffe auch adäquat. Übrigens wäre ich wahrscheinlich beim HEMA hängengeblieben, wenn ich nicht in dieser Orientierungsphase, in welcher ich mir wirklich viel angeschaut hatte, auf das KIRO gestossen (worden) wäre.
Es kommt ja noch ein anderer Aspekt hinzu, wenn man das Thema Nahkampf und Kontrolle angeht. Der Ethische (wurde ja schon genannt). Wenn hier auf den Philis zum Beispiel jemand der Alten sagt, dass es das Ziel sei den Gegner zu kontrollieren und eher "klebriges" Arbeiten fokussiert und gezeigt wird, könnte halt auch die Aussage mitschwingen dass er kein Killer ist. Für uns mag das keinen Sinn ergeben, aber die Generation davor hatte zum Teil noch sehr viel Blut an den Händen und in der südlichen Provinz ist das Schwert teilweise noch fester Bestandteil des Haushalts. Von daher muss man manches was hier passiert eben auch so einordnen; im Sinne von KampfKunst eben.
- Da ich das Thema gerade angeschnitten habe; wenn ich mich recht erinnere hatte sich mir gegenüber jemand aus der HEMA Szene mal dahingehend geäussert, dass in der spanischen Literatur auch zwischen zwei Arten des Fechtens unterschieden wurde; einer eher direkten zum Töten und einer feineren, welche eher unter Höhergestellten (Adeligen?) verbreitet war und oft so ausgelegt war, dass das Leben des Kontrahenten geschont wurde. Kann da jemand was zu sagen?
Schönen Gruss von den Philis an alle. ... meine Trainingszeit hier wurde übrigens leider etwas reduziert; wir hatten einen Taifun und der hat für ein paar Tage vieles stillgelegt. Die Leute hier sind sehr vorsichtig sich bei ungünstigen Wetterlagen draussen zu bewegen; nicht nur wegen der Unannehmlichkeiten und der Angst von enem Blech erschlagen zu werden; Leptospirose ist hier eine traurige Realität und Todesfälle dadurch nach Taifunen nicht ganz so selten.





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