hm
Naja, es ist halt eine Übung, klar bildet ein Propriozeptionsdrill wie ChiGirk nicht die Komplexizität einer körperlichen Auseinandersetzung ab. Aber, ich vermute mal Du kennst auch das Experiment mit der Stimualtion der Fussole durch einen Igelball und das anschliessend verbesserte Gleichgewicht. Etwas muss nicht genau so aussehen um das zu verbessern, was es verbessern soll.
Das sind so Details, bei denen das Machen viel leichter ist als das Schreiben darüber. Da sind so viele Faktoren; auch im Clinch; jemand pusht oder jemand vergrösserte dem Abstand um zu meiden oder oder und dann ist das Bein für den Bruchteil einer Sekunde frei; wenn man dann fix damit ist und "im Gefühl" hat wohin sich die Gliedmassen des Anderen bewegen, wohin sich sein Schwerpunkt bewegt und wenn man dann flink auf den Beinen ist und ein Bein evtl. kein Gewicht hat, dann flutscht schnell ein Kick raus bevor sich Distanz und Position wieder verändern. Vielleicht kein KO Treffer, aber verbessert Kostellation/Positionierung, wieder zu meinem Vorteil oder öffnet oben, stört wieder Gleichgewicht für die nächste Bewegung usw.
Naja, muss nicht jeder so sehen, aber so war zumindest meine Interpretation dessen was ich lernen durfte.
Es ist nicht zwangsläufig die Schuld von jemandem; anscheinend war die Qualität extrem inhomogen unter den EWTO Schulen. Da gab es Schulleiter, die von klein auf nichts kannten als Kämpfen und auch Top Preisboxer geworden wären und halt Leute, die man vielleicht eher mit Schreibtischjobs assoziieren würde, die dann aber nach einer Hand voll Jahren regelmässigem Training 3x die Woche für 90 Minuten mit einem Trainerschein eine Schule eröffneten. Zum Teil ist es ja auch Zufall an wen man als Schüler gerät; besonders als Anfänger, wo man das nicht einschätzen kann. Dann ist es ja schon so dass man dann halt in eine gewisse Trainingskultur hinenwächst und wenn man lange genug dieses oder jenes hört, fühlt es sich irgend wann wie logisch oder wahr an. Aktuell merke ich das extrem bei dem was ich jetzt mache (noch nicht verbreitet hier) und es gibt ja auch in "scheinbar" sehr offenen Trainingskulturen eine Art "Main Stream" und wenn man da etwas anders sieht isoliert man sich schnell als anscheinend nicht fachkundiger.
Ein Beispiel (kein Beispiel das jetz für meinen Schwerpunkt gut zutrifft, das aber aktuell halt wahrscheinlich im KKB bekannt ist) wäre das Thema Messer: zu manchen Zeiten zu postulieren dass "weg zu laufen" nicht alleine und universell gültig sei hätte wahrscheinlich so viel Gegenwind heraufbeschworen, dass man Kopfschmerzen bekommen hätte. Aktuell ändert sich die "öffentliche" Sichtweise darauf. Übrigens: alleine wenn man vor ein paar Jahren das Thema Messer angesprochen hatte, wenn es um Bodenkampf ging oder so; das ist heute völlig anders, aber zu allen Zeiten gab es anscheinend Gründe dafür, weshalb sich diese oder jene Sichtweise für den "KK- Mainstream" vernünftig anfühlte.





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