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Spielt das denn eine Rolle, wenn dir sämtliche höchstrichterliche, gefestigte Rechtsprechung inklusive aller Lehrbücher egal sind und du die Dogmatik der §§ 32ff. StGB nach deinem Gutdünken neu definierst? Mehr Autorität als das habe ich sicher nicht zu bieten
Wo definiere ich neu? Weil ich eine sofortige Tötung als nicht gerechtfertigt ablehne? Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es eine Situation gibt, in der nur ein sofortiger Kill das absolut mildeste Mittel sein mag? Vllt. setze ich die Grenzen was enger, aber wo definiere ich da was neu?
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Du weißt ja wie das mit Meinungen ist... Du kannst auch der Meinung sein, dass alle anderen Menschen nur in deinem Kopf existieren und du in Wirklichkeit ein träumender Seestern bist - wenn du aber wissen willst, was man im Deutschland rechtlich zu erwarten hat, wenn man jemanden verletzt, ist es ganz vernünftig, sich an den genannten Regeln zu orientieren.
Ich finde es höchst erstaunlich, dass mir hier Realitätsferne vorgeworfen wird, weil ich mich gegen eine extrem wacklige Angelegenheit stelle. Niemand kann eindeutig sagen, ob eine sofortige Tötung bei Angriff straffrei bleibt. Alles was von euch kommt ist ein "Theoretisch ja, praktisch vllt". Untermalt mit ein, zwei Urteilen, die das bestätigen. Was ist mit den hunderten, wenn nicht tausenden Urteilen, wo es anders gehandhabt wurde? Haben die alle dann Pech gehabt?

Deiner Aussage nach ist es also unvernünftig eine sofortige Tötung im SV-Fall abzulehnen. Fein, dann bin ich unvernünftig.