Zitat Zitat von Aruna Beitrag anzeigen
Dass in der Schweiz laut dem Artikel bei "sexueller Nötigung" (also alles was kein erzwungener Vaginalverkehr ist, d.h. auch erzwungener Analverkehr) Geldstrafen verhängt werden und auch noch bedingt ist ein schlechter Witz.
Damit wird ja auch vermittelt, was das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung wert ist.
Nein, es ist kein Witz. Du musst dir mal vor Augen halten was für Konsequenzen es hätte wenn man jeden sofort wegsperrt. DAS wäre nämlich absolut nicht gemeinschaftsdienlich, dadurch produziert man nur Menschen die man ganz schwer resozialisieren kann, die oft wieder straffällig werden und dadurch der Gemeinschaft erst recht auf der Tasche liegen.

Was der von Kraken verlinkte Artikel nämlich nicht sagt, ist wer die Täter sind und wie die jeweiligen Situationen genau waren. Manche stellen sich bei jedem Vergewaltiger automatischen einen Psychopathen vor der nix anderes tut als Frauen aufzulauern. Dass unter den 600 Vergewaltigern aber vllt. 300 besoffene Ehemänner oder frustrierte Nachbarn sind, an das denkt man natürlich nicht. Damit würde man solche Täter ja vermenschlichen und das wollen wir nicht wenn's um solch schändliche Taten geht.

Nun und jetzt frag ich nochmal was es bringt einen Normalo einzusperren der sich einmal einer Straftat schuldig gemacht hat?
Das würde nur den Gerechtigkeitssinn von manchen befriedigen, die immer noch am strafrechtlichen Vergeltungssystem anhalten. Dann können wir auch Dieben wieder die Hände abschneiden, die Vergewaltiger kastrieren und Mörder umbringen. Wäre einfacher, bringt aber nix.

Härte Strafen bringen generalpräventiv nichts. Das zeigt so ziemlich jede kriminologische Studie darüber. Betreuung, Bildung und Perspektiven bringen was. Vielleicht sollte man da mal ansetzen und nicht beim Straf(vollzugs)recht.