@narexis, kraken:
es ist und bleibt eine unlösbare aufgabe, jemandem etwas erklären zu wollen, der diese erklärungen
a) gar nicht hören will
b) nicht glaubt, weil er oder sie mangels erfahrung gar nicht beurteilen kann, ob diese erklärungen stichhaltig sind
c) ablehnt, weil er oder sie sich bereits eigene erklärungen zurechgebastelt hat.
ich bin immer wieder erstaunt, wie viele "normalschäfchen", die noch nie im leben mit wirklicher, unvorhersehbar eskalierender und scheinbar grundloser gewalt konfrontiert wurden, ihre unausgegorenen phantasien in die welt trompeten.
kommt es dann irgendwann zum "clash with reality", ist das geheule groß.
und die empörug auch.
"wie kann man nur so brutal, so unmenschlich, so abartig sein!"
"normalschäfchen" wollen im grunde gar nicht hören, daß es gewalt jenseits ihrer (sehr begrenzten) vorstellung gibt.
ich merke das stets daran, daß selbst harmlosere berichte über meine zeit im kinderheim namenloses entsetzen hervorrufen ... nein, so etwas möchte man nicht hören. lieber leugnet man, daß es so etwas geben könnte.
oder erklärt es zur absoluten ausnahme.
solche schäfchen können es auch absolut nicht glauben, daß ich mit der anwendung von (auch extremer) gewalt noch nie probleme hatte. die umwelt prägt eben den menschen ...
und ich sehe dann immer mit morbider belustigung, daß die schäfchen etwas als "gewalt" definieren, daß etlichen typen, die ich kenne (und auch mir selbst) höchstens ein gelangweiltes gähnen entlockt.
bin ich darauf stolz?
falsche frage.
es ist einfach so, und es ist nichts, was ich mir ausgesucht habe.
zudem bin ich, obwohl ich sehr, sehr vieles getan habe, das mich heute alles andere als froh stimmt, immer noch ein waisenknabe, verglichen mit einigen wirklich finsteren typen aus meiner heimatstadt.
es gibt, wie die älteren und erfahreneren unter den usern hier wissen, eine bestimmte sorte von menschen, die gewalt so selbstverständlich und nebenbei und routiniert praktizieren wie andere menschen sich am kopf kratzen.
kein zögern, keine reue.
gewalt als mittel zum zweck, manchmal auch aus spaß, manchmal beides zugleich.
es ist eine andere welt, und die schäfchen werden diese welt und ihre gesetze nie verstehen.
es ist jedem schäfchen zu wünschen, nie in kontakt mit dieser welt zu kommen.
und es wäre sehr zu wünschen, daß schäfchen sich nicht ständig dazu versteigen, diese welt und ihre gesetzmäßigkeiten in irgend einer weise beurteilen zu wollen oder zu glauben, sie könnten irgend etwas fundiertes dazu sagen.
narexis schrieb hier etwas von ausstrahlung im wettkampfmodus. war ein gutes beispiel.
ich hab auf ein, zwei seminaren auf bitten von leuten, die mich schon länger kennen, mal am rande (und nur für einige wenige teilnehmer) demonstriert, wie es aussieht, wenn ich "umschalte" (einige hier werden sich erinnern, wer dazu etwas wissen will, kann ja user wie kanken oder nefarius oder thomasL fragen).
es ging nicht um techniken, es ging nur darum, das innere tier freizulassen.
dem anderen zu zeigen, wer man wirklich tief im inneren ist.
zeigen hat gereicht ...
ich hab erlebt, daß kanken das kann.
ich gehe sehr stark davon aus, daß kraken das ebenfalls problemlos hinbekommt.
ich bin mir sicher, daß royce gracie 2 das draufhat ... und der eine oder andere user hier auch.
ich hab die erfahrung gemacht, daß allein das kurzzeitige freisetzen des inneren tiers (nein, kein hamster!) die schäfchen in angst und schrecken versetzt, OHNE daß man sie körperlich attackieren muß.
wer dieses innere tier, die innere bestie (man kann auch andere bilder dafür benutzen) nicht HAT, wer so etwas noch nicht mal kennt, der kann nicht mitreden, wenn es um echte gewalt geht.
so jedenfalls sehe ich das.
und bei normalschäfchen ist das innere tier ... eben das: ein schäfchen.
sympathisch, freundlich, harmlos.
finde ich gut, es wäre fruchtbar, wenn es zu viele menschen gäbe, die ... na ja.
aber wie gesagt - schäfchen sollten sich mit schäfchen-themen befassen.
für alles andere sind sie einfach nicht prädestiniert.
mehr ist dazu nicht zu sagen.




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