Meiner Erfahrung nach muss man häufig nicht einmal so weit gehen. Es reicht schon eine absolute Konzentration und ein dementsprechender Fokus - das ist für viele schon derart unbekannt, dass sie ängstlich auf die ungewohnte Situation bzw. den Anblick reagieren. Im Gegensatz zum Tier interessiert das jedoch (beispielsweise) Wettkämpfer herzlich wenig, die kennen das selbst.
Der Großteil ist schon schockiert, wenn er einen voll fokussierten Wettkämpfer sieht, der sich (mental) auf den Kampf vorbereitet und unter denen sind bei Weitem nicht so viele Alphamännchen/-tierchen, wie es (die Kämpfer) gerne wären oder von sich behaupten.
Interessant finde ich dahingehend (bei mir), dass häufig Konzentration und Fokus oder das Umlegen eines Schalters - bei Beibehaltung vollständiger Kontrolle - für das „Tier“ gehalten werden oder man mich fragt, ob ich jetzt bedrohlich wirken wollen würde, während die Situationen, in denen ich das Tierchen die Kontrolle auf eine absolute und bedingungslos selbstzerstörerische Art habe übernehmen und den Verstand ausschalten lassen, erst erkannt wurden, als es (zu meinem Glück) bereits zu spät war oder anfangs nicht für voll genommen wurden. Gleichzeitig wurde mir von einem guten Freund irgendwann zu verstehen gegeben, dass man es wohl in meinen Augen erkennen würde, wenn ich derart tief in mir grabe. (Ob das wohl an der „Ausprägung“ des Tieres liegt und das Wölfchen zu klein und niedlich ist? Oder (er-)kennen viele Menschen nur keine Gefahr mehr bzw. können es nicht beurteilen?)
(Mir persönlich ist aufgefallen, dass ich, um beispielsweise die von mir genannten (und im Wettkampf vorhandenen) Grenzen zu überschreiten, eine derartige Gewaltbereitschaft benötige, dass ich das kleine Wölfchen komplett von der Leine und die Kontrolle übernehmen lassen muss - das kann und will ich in einem Wettkampf nicht, gleichzeitig würde es mir gegen einen guten Kämpfer wohl auch nur bedingt etwas bringen. Jedoch schaffe ich es nicht, das Wölfchen „dosiert“ einzusetzen und betrete diesen Käfig nur, wenn es nicht anders geht, weshalb ich die Grenzen (im Wettkampf) lieber akzeptiere, als das Risiko eines Kontrollverlusts einzugehen und mir die Verschiebung der Grenze momentan zu aufwendig ist. Obwohl mein (bevorzugter) Kampfstil sehr viel Dominanz, Druck und Opfer erfordert (Muay Khao), bin ich - auch wenn es manchmal anders scheinen mag - die ganze Zeit bei klarem Verstand und das Wölfchen darf nicht einmal Frischluft schnuppern.)
Ich danke Dir sehr für den Beitrag und bewundere Deine Offenheit!
(Ich hatte hier einen sehr, sehr langen Beitrag - auch mit vielen Fragen zu mir und meiner Person, die ich mir schon länger stelle - stehen und kann es schlicht nicht bzw. bin nicht bereit, derart viel öffentlich zu teilen. Dein Text hat in mir viel bewegt und Punkte angesprochen, die nur sehr wenige Menschen kennen oder verstehen. Ich habe auch viele der Personen, die mir ihr Tier gezeigt haben oder von denen ich weiß, dass in ihnen eins schlummert, ohne es je gesehen zu haben, wiedererkannt.)
LG
Vom Tablet gesendet.





, während die Situationen, in denen ich das Tierchen die Kontrolle auf eine absolute und bedingungslos selbstzerstörerische Art habe übernehmen und den Verstand ausschalten lassen, erst erkannt wurden, als es (zu meinem Glück) bereits zu spät war oder anfangs nicht für voll genommen wurden. Gleichzeitig wurde mir von einem guten Freund irgendwann zu verstehen gegeben, dass man es wohl in meinen Augen erkennen würde, wenn ich derart tief in mir grabe. (Ob das wohl an der „Ausprägung“ des Tieres liegt und das Wölfchen zu klein und niedlich ist? Oder (er-)kennen viele Menschen nur keine Gefahr mehr bzw. können es nicht beurteilen?)
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