Bewußtsein ist etwas was in unserem Gehirn entsteht. Ich kann es mit Medikamenten ausschalten, ich kann die Rezeptoren benennen an die es gekoppelt ist und auch diverse Hirnareale, die dort eine entscheidende Rolle spielen.
Bewußtsein existiert im Gehirn.
Gibt es etwas „hinter“ dem Bewußtsein? Wenn man der Quantentheorie folgt, dann ja, denn auch unser Bewußtsein ist letztendlich nur auf quantenmechanische Vorgänge zurückzuführen.
Wie das „Dahinter“ aussieht, ob es eine Ebene ist, in der „ich“ existiere, oder eine Schwingung von mir, oder ob es „ein großes Ganzes“ ist, in dem eine Schwingung von mir ein Teil ist, können wir nicht sagen.
Bei uns in MS haben wir es mal so beschrieben:
Ob man es „das Göttliche“ nennt oder eine Idee aus der Quantenmechanik meint, oder „die Leere“ oder was auch immer ist egal.
Unser Bewußtsein macht sich Gedanken ob es etwas „hinter“ ihm gibt. Wer bin ich und wo gehe ich hin ist eine der zentralen Fragen.
Wenn man postuliert es gäbe etwas „hinter“ allem, dann kommt man zur Verbundenheit durch dieses „dahinter“.
Wenn man bei „universaler Verbundeheit“ ist, egal ob durch Quanten, Gott oder was auch immer, dann kommt man ganz schnell zum Gefühl der Liebe, denn sie ist mit „Verbundenheit“ assoziiert und extrem tief in unserem Gehirn verankert (wenn dieses Gefühl nicht durch Erfahrungen überschrieben/ausgelöscht wurde).
Wir als Menschen können nur 4 Dimensionen wahrnehmen (3 im Raum und die Zeit, die aber nur schlecht). Gedanken über mehr können wir uns machen, mathematische und religiös/philosophisch, also mit Hilfe unseres Bewußtseins.
Mathematik und Philosophie macht dies ohne Emotion, Religion mit.
Da wir aber 4 dimensional sind können wir keine sicheren/validen Aussagen über mehr machen. Es ist so als wenn ein 2 dimensionales Lebewesen einen Bleistift beschreiben sollte, der durch ein Stück Papier gesteckt wurde „auf“ dem das Lebewesen ist...
Wenn man „Qi“ im Rahmen einer philosophisch/religiösen Weltanschauung betrachtet, dann kommt man irgendwann an den Punkt wo es um diese „anderen Dimensionen“ geht. Den Ozean und das Meer aus dem o.g. Bild.
Wenn man „Qi“ nutzt um zu beschreiben wie man Kraft ausübt, dann kann man das (mittlerweile) sehr wohl in westliche Worte fassen. Auch angeblich „Aufwandsloses“ oder „außerordentliches“.
Mein Lehrer kann sich anfühlen als würde ich einen elektrischen Schlag bekommen, wenn ich ihn anfasse, oder als ob sich Schlangen oder Kugeln unter seiner Haut bewegen.
Früher wäre das für die Menschen extrem „magisch“ gewesen, ich kann all das erklären und mir verständlich machen.
Was man fühlt ist real und kann in den 4 Dimensionen unseres Gehirns erklärt werden. Was eine Form hat existiert in dieser Welt, denn es ist „unseren“ Gesetzmäßigkeiten unterworfen.
Ob, oder wie, man an die Quelle und den Ozean glaubt, oder den Weg des Wassers drumherum, bleibt jedem selbst überlassen. Da gibt es kein richtig oder falsch. Nur Erfahrungen.
Wie erfährt man etwas „hinter“ dem „Selbst“?
Was man fühlt existiert...