Moin,
ich weiß nicht, ob es wem hilft, aber meine "Erkenntnisse" zum Thema "Essen und Fasten" (basierend auf diversen Dokus zu dem Thema und dem Buch "Ernährungskompass" (fand ich super)), sind wie folgt:
Beim (Total-)Fasten gibt es grob 3 Phasen:
1. Frei verfügbare Kohlenhydrate im Körper verbrauchen (dauert bei dem Menschen ca. 24h)
2. Energiebedarf aus Proteinen decken (hier erfolgt kurzzeitig der Muskelabbau - Dauer 1-2 Tage)
3. Energiebedarf aus Fettreserven decken (hier fährt der Körper den Proteinabbau wieder stark zurück)
Die Fastenkrise (Hungerattacken) kommt am 2-3 Tag und ist dann weg. Die gesunden Körperzellen sollen dabei in eine Art Schutzmodus verfallen und sind dabei weniger empfindlich. Nebenbei wird der Zellschrott abgebaut bzw. verbraucht - das läuft dann unter Autophagie, aber darüber hab ich mich noch zu wenig informiert.
Zum Thema Intervallfasten - es gab u.a. Mausversuche, die mit der EOD-Diät (every other day) gearbeitet haben, wo die Mäuse nur jeden zweiten Tag was zu essen hatten, ohne dass es dabei großartige Kalorienbeschränkungen gab. Diese waren agiler, gesünder und haben länger gelebt als die Vergleichsgruppe. Das Gewicht hat sich nach der anfänglichen Abnahme bei einem konstanten und gesunden Wert eingependelt. Bei anderen Versuchen hat man mit dem Zeitfenster experimentiert und dabei festgestellt, dass je kleiner das Zeitfenster für die Nahrungsaufnahme bei gleichbleibender Kalorienmenge ist, desto positiver der Effekt auf die Gesundheit.
Beim Menschen geht man davon aus, dass der positive Effekt ab dem Verhältnis 12:12 bemerkbar macht - also 12 Stunden keine Nahrungsaufnahme und 12 Stunden in denen man seine normalen (!) Mahlzeiten nimmt. Je größer das Zeitfenster ohne essen, desto "besser" - die längere Phase ohne essen soll angeblich auch dafür sorgen, dass die Insulinempfindlichkeit wieder steigt.
Es scheint auch so zu sein, dass das "Wann" beim Essen auch eine große Rolle spielt - gegen den Abend reagiert der Körper z.B. immer empfindlicher auf Kohlenhydrate ("Man wird abends zu einem kleinen Diabetiker") - hier lohnt es sich evtl. zu überlegen, was man erreichen will.
Ich habe damit angefangen das Abendessen auszulassen und komme damit ungefähr auf das Verhältnis 16:8. Am Anfang ging das Gewicht schnell runter, dann wieder ein bisschen hoch und war dann ok. Hunger hielt sich in Grenzen und ich fühlte mich relativ frisch. Die nächste Herausforderung ist, da etwas Regelmäßigkeit reinzubringen. Aber bereits 2 Intervalle die Woche sollen sich positiv bemerkbar machen.
Wie gesagt - meine Infos stammen vom Hören-Sagen-Lesen (halbwegs seriöse Quellen) und ich habe sie nicht überprüft. Die Argumente klangen für mich halt logisch und mein Körper kommt damit relativ gut zurecht.![]()





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