In der Regel aufgrund von Erfahrungen.
Gerade bei chronischen Beschwerden haben viele Leute ja oft Versuche mit verschiedenen Therapieformen hinter sich, durchaus auch solchen, wo es Zuwendung und Aufmerksamkeit und eine Behandlung gibt, und das alles trotzdem nicht funktioniert. und entwickeln mit der Zeit ein gutes Gefühl für die Verbesserung oder Verschlechterung ihres Zustandes.
und WENN es funktioniert - ist es mir egal, ob es Placebo ist oder etwas Anderes. Was mich interessiert, ist, DASS es funktioniert.
Ob das jetzt eine bisher noch unbekannte Eigneschaft der Natur ist, auf die die Homöopathie zurück greift
ob es ist, dass der Placeboeffekt bei Homöpathen aus irgend einem bisher unbekannten Grund stärker wirkt als bei andern Therapeuten
oder der Grund noch ganz woanders ist
- wenn Heilung geschieht, und im besten Fall auch bleibt - so ist mir das gut genug.
Es gibt keine Heilungen "2. Klasse", die irgendwie minderwertiger wären aufgrund der gewählten Methode.
Die Praxis der Homöopathen sieht in der Regel so aus, dass sie neue Kunden kriegen, die etwas haben, das seit längerer Zeit und trotz diverser Therapieversuche eben NICHT weggeht - und nach der homöopathischen Behandlung dann eben doch weggeht.Wenn man dann Leuten, die etwas haben, was von alleine wieder weggeht, aber ein Medikament erwarten, etwas gibt, was die Sache aufgrund von Nebenwirkungen nicht noch verschlimmert, ist das IMO durchaus positiv.
Das dürfte auch erklären, warum Homöopathie immer noch existiert - weil sie es eben immer wieder hinkriegt, besser zu wirken als andere Therapiemethoden, inklusive "warten bis es von selbst weggeht". Und die Leute, die das erleben, davon eben überzeugt werden. und sie das nächste Mal wieder nutzen, wenn etwas nicht weggeht.
man kann grundsätzlich alles evidenzbasiert prüfen, auch die Homöopathie - bloss muss so eine Prüfung sowohl den Gebräuchen und Sitten der Homöopathie entsprechen, wie auch den Gebräuchen und Sitten evidenzbasierter Medizin. Mir scheint, es gäbe wenig Leute, die beides gut genug verstünden, um da was Sinnvolles zu machen.Es gibt da wohl eher eine Trennlinie zwischen evidenzbasierter Medizin und Methoden, die eben nicht evidenzbasiert sind.





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