Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
Nicholas Nassim Taleb nennt das "Skin in the Game" - also dass Leute, die etwas tun, von dem, was sie tun, auch selbst betroffen sind. (Lesetip: "Antifragility - things that gain from disorder")

Beispiel waren, dass im antiken Rom ein Architekt, der ein Haus baut, und ein herunterfallender Stein erschlägt den Sohn des Hausherrn - als Strafe ein eigenes Kind töten lassen musste.

Prima System. Ich verstehe gar nicht, warum die Gesellschaft davon abgewichen ist. Aber gut, dass du es für bestimmte Menschen wieder einführen möchtest. Betrifft dann bequemerweise auch andere und nicht dich.


ja, warum sollten Forscher, die schliesslich (hoffentlich) mit Herzblut und Menschenliebe zur Sache gehen, nicht dazu verpflichtet werden, ihre eigene Medizin zu testen, im Rahmen von Zulassungsverfahren?
Vielleicht findest du ja jemanden, der es dir erklärt. Ich fürchte, dass ich da die falsche Person bin.


Es sterben Millionen von Versuchstieren an zum Teil sehr grausamen Experimenten.

Ich wiederhole meine Frage an dich bzgl. der Angabe der Größenordnung.


Verstehe nicht, warum die Problematik da nicht verständlich ist? Sollte doch jedem Menschen mit einem Fitzelchen Mitgefühl einleuchten?
Meiner Meinung nach ist es nicht ganz unbedeutend aus welchem Grund ein Tier getötet wird. So habe ich z.B. ein größeres Problem damit, wenn Tiere zum Spaß gequält und getötet werden, als z.B. zur Nahrungsmittelbeschaffung.


und ja, es müssten neue Wege gefunden werden, und ja, das ist womöglich nicht so leicht, aber solang wir (westliche Welt) da eher ratlos sind - gibt's wirklich keinen Grund, den Chinesen ihren Tigerpenis und das Rhinozeroshorn vorzuwerfen.
Sehe ich anders.


nein, ganz sicher würde ich mich darüber nicht aufregen, warum sollte ich.
Du würdest dich nicht darüber aufregen, wenn nicht hinreichend getestete Mittel von der Medizin zur regulären Therapie eingesetzt würden? Dann dürfte der Conterganskandal oder die Sulfanilamidkatastrophe für dich also kein Problem sein?
Diese Mittel kamen auf den Markt, ohne (aus heutiger Sicht) hinreichend getestet worden zu sein. In der Folge wurden die Zulassungskriterien verschärft. Aber du hättest kein Problem damit, zu einem Punkt zurückzukehren, wo Mittel noch weniger getestet werden, wie diese beiden vor ohrer Zulassung? Ernsthaft?!


während du einer bist, der mit wilden unbelegten Behauptungen um sich wirft, was natürlich so viel besser ist. schon klar.
So? Welche denn?


es ist wie es ist - alle Kulturen haben ihre Schattenseiten - und alle tun gut daran, erst mal bei sich selbst aufzuräumen, bevor man zu andern geht und diesen die Dinge vorwirft, die man zufälligerweise selbst nicht macht!
Auf jeden Fall. Aber du bist ja sogar dagegen diese Schattenseiten zu benennen. Ich denke, das darf man schon.


Es wird niemand gezwungen, Forscher zu werden.
Und wer es doch wird, der soll bitte hinnehmen, dass er dafür sterben könnte.

Du hast ein wenig wirre oder sehr realitätsferne Vorstellungen.
Ich kenne jmd. der forscht an Herzohren. Da braucht man halt ein paar für. Nimmt man nach Einholung des Einverständnisses von Patienten, denen sie sowieso entfernt werden, aus medizinischen Gründen. Soll man da jetzt stattdessen, den Leuten, die daran forschen die Dinger rausschneiden und weil es dann noch nicht genug sind vllt auch noch bei einigen Studenten? Es sei denn, sie sind Anhänger der chinesischen Medizin?
Soll jmd. der ein Chemotherapeutikum entwickelt dieses an sich selbst testen, ohne, dass er selbst an Krebs erkrankt wäre? Und was soll das bringen?


ja die sind es ja, die diese Medizin entwickeln und selbst für gut befinden. Es kann ja auch jeder selbst entscheiden, in welche Richtung er forschen will.

Was würdest du denn zu einem Koch sagen, der sein eigenes Essen nicht essen will? Würdest du gern dort essen gehn? Würdest du diesem Koch vertrauen?
Ich würde von einem Koch, der eine Fischallergie hat nicht verlangen, dass er seine eigene Fischsuppe isst, nur weil er es gewagt hat Koch zu werden und ich aus ideologischen Gründen seine Küche nicht mag.