Zitat Zitat von Seemann Beitrag anzeigen
Prima System. Ich verstehe gar nicht, warum die Gesellschaft davon abgewichen ist.
Weil es bequem ist, Macht zu haben, aber keine bösen Folgen von Missverhalten erleben zu müssen.

Was die Situation von vielen Menschen leider ist. Die Mächtigen tun, was immer sie wollen - und Otto und Anna Normalo, die nie darüber entschieden haben, dürfen es dann ausbaden.


Aber gut, dass du es für bestimmte Menschen wieder einführen möchtest. Betrifft dann bequemerweise auch andere und nicht dich.
ich probiere, im Rahmen meines Alltags, so gut wie alles selbst aus, bevor ich Stellung dazu nehme.

und in der Akupressur, die ich praktizeire, ist es PFLICHT, alle Behandlungen mehrfach (!) an mir selbst zu erleben, bevor ich Klienten damit beglücke. Du siehst, ich setze um, was ich von andern verlange.


Meiner Meinung nach ist es nicht ganz unbedeutend aus welchem Grund ein Tier getötet wird. So habe ich z.B. ein größeres Problem damit, wenn Tiere zum Spaß gequält und getötet werden, als z.B. zur Nahrungsmittelbeschaffung.
durchaus.

In der Schweiz ist es eine gute halbe Million Tiere jährlich. Deutlich weniger als auch schon - aber immer noch eine Menge
https://www.tv-statistik.ch/de/statistik/index.php



Sehe ich anders.
na dann wundere dich nicht, wenn jene, auf die du zeigst, dann retour auf dich zeigen... und finden, guck mal erst bei dir selbst, bevor du andere kritisierst!



Du würdest dich nicht darüber aufregen, wenn nicht hinreichend getestete Mittel von der Medizin zur regulären Therapie eingesetzt würden? Dann dürfte der Conterganskandal oder die Sulfanilamidkatastrophe für dich also kein Problem sein?
Contergan WURDE nach damals gültigen Standards getestet. an Tieren. (nicht an trächtigen Tieren... aber finde nur ich es speziell schrecklich, Medikamente an werdenden Müttern zu testen? auch wenn es tierische werdende Mütter sind? )
https://naturwissenschaften.ch/topic...vance/security

Aber du hättest kein Problem damit, zu einem Punkt zurückzukehren, wo Mittel noch weniger getestet werden, wie diese beiden vor ohrer Zulassung?
ich will nicht das Rad der Zeit zurück drehen, sondern neue Wege finden!

ja, das ist aufwendig, braucht Zeit, Kreativität, Erfindergeist... und halt eben auch: eine genug starke Motivation.



Auf jeden Fall. Aber du bist ja sogar dagegen diese Schattenseiten zu benennen. Ich denke, das darf man schon.
ja, es ist nicht schön, wenn in Asien Rhinozerosse und Tiger aussterben.

aber benennen wir doch wirklich erst mal das, was uns näher ist... es gibt wahrlich auch hier genug zu tun.


Und wer es doch wird, der soll bitte hinnehmen, dass er dafür sterben könnte.
Forscher sind kluge Leute, ich traue denen zu, vorsichtig zu sein.

Es ist halt schon so: wenn es ans Eigeninteresse geht, ist die Motivation, vorsichtig und sorgfältig zu sein, plötzlich viel höher. Ei ei ei wer hätte das gedacht...



Ich kenne jmd. der forscht an Herzohren. Da braucht man halt ein paar für. Nimmt man nach Einholung des Einverständnisses von Patienten, denen sie sowieso entfernt werden, aus medizinischen Gründen. Soll man da jetzt stattdessen, den Leuten, die daran forschen die Dinger rausschneiden und weil es dann noch nicht genug sind vllt auch noch bei einigen Studenten? Es sei denn, sie sind Anhänger der chinesischen Medizin?
Wenn dieser Mensch ein Medikament entwickelt, um diese Herzohren zu behandeln, ja, das wäre sinnvoll, wenn der das selbst probiert. Und sei es nur wegen der Nebenwirkungen.

Ich kenn auch ein paar Tätowierer, die halten das auch so - die lassen sich gelegentlich bewusst tätowieren, einfach um nicht zu vergessen, wie es sich anfühlt - um nicht zu vergessen, wie ihre Kunden sich fühlen. Damit sie entsprechend feinfühlig arbeiten können.


Soll jmd. der ein Chemotherapeutikum entwickelt dieses an sich selbst testen, ohne, dass er selbst an Krebs erkrankt wäre? Und was soll das bringen?
nachfühlen, wie es den Leuten geht, die das nehmen müssen.

Und den Anreiz haben, etwas zu bauen, das gut verträglich ist.



Ich würde von einem Koch, der eine Fischallergie hat nicht verlangen, dass er seine eigene Fischsuppe isst, nur weil er es gewagt hat Koch zu werden und ich aus ideologischen Gründen seine Küche nicht mag.
Wenn ich ein Koch mit Fischallergie wäre, würde ich keinen Fisch zubereiten... zu gefährlich.

und nein, wenn ich wüsste, dass ein Koch sein eigenes Essen nicht probieren kann - fehlt da ja ein wesentliches Element von Qualitätssicherung. das kann ja gar nicht gut kommen, nicht auf lange Frist.