Ich würde sagen, es gibt da eine Bell-Kurve - bis zu einem bestimmten Punkt hilfts, dann wirds schwerer und der Aufwand steigt so stark, dass es kontraproduktiv werden kann. Isoliert betrachtet ist es schwer zu sagen, wo auf der Kurve jemand gerade steht - allein aufgrund der Zielwerte praktisch unmöglich -, wenn man mehr Werte zum aktuellen Leistungszustand hat, wirds leichter, aber bis zu einem bestimmten Punkt ist es immer geraten und muss praktisch überprüft werden.
Umgekehrt ist es natürlich auch so, dass Kraftausdauer die Maximalkraft beeinflussen kann. Ich habe z.B. lustigerweise das erste Mal, als ich mit 16 Jahren Klimmzüge mit Zusatzgewicht gemacht habe, 40 kg zuladen können (bei einem Körpergewicht von 65 kg). Innerhalb von ein paar Wochen war ich bei 3-5 Wiederholungen mit 45 kg. Vorher hatte ich nur normale Klimmzüge gemacht, in Wiederholungsbereichen von 20-30. Ich bin für mich zum Schluss gekommen, dass meine Überträge meistens mit mehr Wiederholungen besser sind als mit weniger - ich also meine Maximalkraft teilweise sinnvoller und vor allem langfristiger vergrössern kann, indem ich mit 8-20 WH trainiere als dass ich meine Kraftausdauer mit Maximalkrafttraining pushen kann. Maximalkraftphasen toleriere ich nur kurz (4-8 Wochen max.), dann brenne ich aus (physisch wie mental). Als Erklärungsmodell schien mir die Faserverteilung nach Poliquin recht einleuchtend (https://www.t-nation.com/training/five-elements), die allerdings ziemlich kontrovers ist. Bis zu einem bestimmten Punkt wird das aber jede*r selber rausfinden müssen.
Beste Grüsse
Period.






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