Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
Die Auflösung "weltlicher Ordnungen", d.h. konkret gesellschaftlicher Hierarchien und Strukturen (nicht mehr Mann/Frau, nicht mehr Sklave/Freier, nicht mehr Jude/Grieche) in der Binnenstruktur der Gemeinde, wie sie z.B. Gal 3, 28 formuliert, war ganz offensichtlich ein wesentliches Momentum der rasanten Verbreitung des frühen Christentums.
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Später in Skandinavien fanden die Mächtigen die Vorstellung, König von Gottes Gnaden zu sein, recht attraktiv:

Die Christianisierung Skandinaviens und Nordeuropas im 10. und 11. Jahrhundert erfolgte von oben und zumeist durch Zwang ("Schwertmission"). Sie diente vor allem der Festigung des Königtums. Die dänischen, norwegischen und schwedischen Könige versuchten – nicht immer erfolgreich – sich der Kirche zur Festigung der königlichen Zentralgewalt zu bedienen.[8] Die Kirche half dem Königtum bei der Verwaltung und dem Eintreiben der Steuern.[9] Die neue christliche Staatsauffassung und Staatsreligion vom gottgewollten (Erb-)Königtum schwächte die traditionelle demokratische Thing-Ordnung der nordgermanischen Völker.[8]

https://de.wikipedia.org/wiki/Christ..._Skandinaviens