Und genau hier muss ich mal einhaken.

Da gerade von Hierarchien und Machtverhältnissen gesprochen wird.
Was um alles in der Welt treibt jemand dazu, seinen Lehrer (den man ja aus bestimmten Gründen akzeptiert hat) in irgendeiner Weise herauszufordern? Oder ihn dominieren zu wollen??

Wenn das Gefühl besteht, genug gelernt zu haben oder bei ihm nicht weiter kommt, dann hört man auf und/ oder sucht sich einen anderen Lehrer. Wenn man das Gefühl hat, noch viel lernen zu können (wie hier im Beispiel), dann bleib t man halt dabei und verhält sich so, dass man auch viel mitnimmt. Das ist das Normalste, was es gibt.

Sich auf Hierarchien einzulassen (als Schüler) bedeutet ja, wie in einem Rudel, ständigen "Rangkämpfen" ausgesetzt zu sein. Und dann ist der Alpha natürlich derjenige, an dem man sich zu messen hat. (Und natürlich auch die "niederen Ränge" werden stets ausgefochten, nach dem Motto: Wer ist von den Betas die Nummer 1,2,3,.... bis hin zu: Wer ist in der untersten Kategorie der immerhin zweitschlechteste ...)
Nur: Was hat das mit Lernen zu tun?

Gar nichts! Dieses System ist ja bereits von Kindesbeinen an (spätestens Schule) und von allen Medien konditioniert worden. Es beschäftigt derart, dass das persönliche Lernen eine untergeordnete Rolle spielt. In den Vordergrund kommt der Vergleich und die Rangordnung.

Genau das wird in in sich geschlossenen Organisationen voll ausgereizt, und auch fraglos angenommen, weil es ja dem Gewohnten entspricht. Dann wird sich überlegt, ob man seinen Lehrer dominieren kann, weil man ansonsten von ihm dominiert wird und das darf ja nicht sein Die Frage wird ja oft gestellt, also hat die Konditionierung gut funktioniert.


Anstatt einfach zu lernen, so lange man Lust dazu hat.... Was aber durch die Strukturen so schon mal gar nicht geht (einheitliche Häppchen in langen Zeitepisoden füttern, Abhängigkeit und "Bindungen" schaffen,...)