Wenn du eine eigene Schule aufmachen willst, dann bist du den Weg doch schon selbst gegangen. Hast vielleicht für dich festgestellt, was man besser machen könnte, willst dann aus der Motivation heraus eine Schule aufmachen, deinen eigenen Touch mit reinbringen oder weil es eine Marktlücke vor Ort quasi gibt oder du dir Trainingspartner hochziehen willst.
Als ich anfing, vor 33 Jahren, noch beim Ving Chun stellte man die Anfänger z.b gefühlt stundenlang vor dem Spiegel, würde ich heute nicht so machen. Aber mit der SNT etc. klar, der macht dann alleine die Form bzw. ganz am Anfang mit einem höheren Schüler oder einem selbst zusammen, während die Anderen was anderes machen. Ich persönlich mag aber Rotation beim Training sehr gerne, sodass jeder mal mit jeden trainiert, wird dann für den Fortgeschrittenen, der mit dem Anfänger trainieren muss, auch weniger langweilig und Grundlagen zu wiederholen kann nie schaden, also alle paar Minuten wird zumeist rotiert, wenn es passt.1. Form als zentrales Element und dann geht es doch schon los, wenn die Gruppe heterogen ist. Wie gehen wir mit der 2. und 3. Form um? Machen das alle mit und zwar auf die Gefahr hin, dass nach drei Minuten die Hälfte entnervt dasteht? Was wären die zentralen Partnerübungen?
Und besteht eine ungerade Zahl, pickt man sich als Lehrer jeweils immer einen raus oder lässt ihn Soloübungen machen oder man macht eine dreier Gruppe etc. um sich dann immer einen rauszupicken. Wenn ich unterrichte, derzeit mehr Eskrima als *ing *un passe ich es auf den jeweiligen Schüler ab, wenn er fit und begabt ist zeige ich ihm halt schneller neue Sachen, so wie es für seinen Fortschritt am besten ist.
Das Konzept nach dem man da vorgeht, hängt wieder stark vom Stil und den Zielsetzungen ab und was man da persönlich reinbringen will. Generell, vom Einfachen zum Komplexen, erstmal müssen die Grundlagen stimmen, Schläge, Schritte, Struktur usw. gibt reichlich Übungen und Variationen dafür, Kreativität kennt keine Grenzen, dass passt man dann entsprechend an und mit der Zeit merkt man als Lehrer dann welche Übungen zielführend waren und welche weniger, für den jeweiligen Schüler.
Dann die Umsetzung vom Kooperativen zum weniger Kooperativen, von Set ups, Drills bis hin zum Sparring, wo der Fortgeschrittene sich auch dem weniger Fortgeschrittenen anpassen muss, so dass ein Lerneffekt noch besteht, man trainiert schließlich mit und nicht gegeneinander.
Grundaufbau bei mir ist häufig Warm - up Übungen, Formen oder Solo Übungen, Drills und Anwendungen, Sparring und zum Schluss manchmal noch Kondi-Krafttraining, wenn das Sparring sehr locker und technikorientiert war oder ausfiel, aber Kraftübungen etc. baue ich auch gerne über die gesamte Trainingszeit mit ein, wenn die Übungen nicht schon den Effekt erzielten ... aber hängt stark von den Schülern ab, sind die fit und jung dürfen die sich mehr auspowern, sind die älter und gebrechlich, gibt es mehr Techniktraining.
Ja, du brauchst natürlich einen roten Faden ... ich drücke dem Anfänger auch nicht gleich Zwei Stöcke in die Hand, sondern erst wenn ich sehe er ist soweit. Kannst natürlich auch die Holzpuppe mit reinbringen, Solo-Übung einfache Techniken etc. Grundlagen. Aber den Rotenfaden hat man ja schon durch seinen eigenen Weg, wie besagt, dass dann auszuarbeiten, zu verändern usw. sind Details ... die von dem was und wie man unterrichtet abhängen.Kann dies über einen längeren Zeitraum überhaupt aufrecht erhalten werden? Wären da "Module" über ein paar Monate effektiver? Holzpuppe! Gehört für mich frühzeitig dazu (Es gibt keine Geheimnisse.) .
Man gibt die Übungen vor, man strukturiert den Unterricht, aber "beschäftigen" muss der Schüler sich ab da schon selbst, beim Kindertraining sieht es etwas anders aus, da muss man z.t wirklich mehr Entertainer sein, bei der kurzen Konzentrationsspanne von vielen Kindern. Aber bei Erwachsenen erwarte ich das die konzentriert bei der Sache sind und sich versuchen zu verbessern, ohne das ich ständig dahinter stehen muss.irgendwie hast du da als Trainer doch nur zu tun, dass die Menschen sinnstiftend beschäftigt sind.
Man braucht keine Graduierungen, aber den besagten Rotenfaden, den Rest passt man dann im Detail an, passt es an den jeweiligen Schüler an. Aber das ergibt sich alles aus den Weg den man wie besagt schon selbst gegangen ist, ich glaube ich wiederhole michIch habe da echt ein Problem mit, mir solch eine Gruppe vorzustellen ohne ein Curriculum und auch Menschen, die mir irgendwann "assistieren" und genau da geht doch schon diese Graduierungsplörre wieder los...... man erfindet den Stil ja nicht neu
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... man erfindet den Stil ja nicht neu
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